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E-Voting: Graubünden trotzt den Skeptikern

In mehreren Kantonen stockt die Einführung von E-Voting. Die Widerstände aus ganz verschiedenen politischen Lagern wachsen. Auf wenig Zweifler stösst die Einführung hingegen in Graubünden.

Patrick
Kuoni
17.12.18 - 04:30 Uhr
Politik
SCHWEIZ E-VOTING CHVOTE
Das Genfer E-Voting-System (im Bild) wird nicht fertiggestellt.
PETER SCHNEIDER / SYMBOLBILD

E-Voting soll sich bald als dritte Möglichkeit bei Wahlen und Abstimmungen in der ganzen Schweiz etablieren. Dies will zumindest der Bundesrat. Doch nun mehren sich aus allen politischen Lagern die kritischen Stimmen. Dies beweisen die Diskussionen im Glarner Landrat und im Zürcher Kantonsrat, die in der letzten Woche über die Bühne gegangen waren. In beiden Fällen obsiegten schliesslich die Skeptiker.

Graubünden macht im nächsten Jahr vorwärts

Ganz anders präsentiert sich die Situation im Kanton Graubünden, wo sich der Grosse Rat im Februar klar und deutlich für die Schaffung der nötigen Gesetzesgrundlagen ausgesprochen hat. 2019 werden die ersten sechs Bündner Pilotgemeinden ausgewählt werden, deren Stimmberechtigte dann voraussichtlich 2020 erstmals an der elektronischen Urne abstimmen können. Dies mit einem System der schweizerischen Post.

«Eine Manipulation des Systems muss feststellbar sein und korrigiert werden können.»

Damit dieses System 2020 aber tatsächlich zum Einsatz kommt, müssen gemäss dem Bündner Datenschutzbeauftragten Thomas Casanova viele Bedingungen erfüllt werden: «Probleme stellen sich insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Integrität.» Das System müsse sicherstellen, dass eine sichere Übermittlung möglich, die Identifikation gewährleistet und eine Manipulation ausgeschlossen sei.

Casanova hält weiter fest: «Eine Manipulation des Systems muss feststellbar sein und korrigiert werden können. Ansonsten muss auf die Einführung von E-Voting verzichtet werden.»

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Patrick Kuoni ist Redaktor und Produzent bei Südostschweiz Print/Online. Er berichtet über Geschehnisse aus dem Kanton Graubünden. Der Schwerpunkt seiner Berichterstattung liegt auf den Themenbereichen Politik, Wirtschaft und Tourismus. Wenn er nicht an einer Geschichte schreibt, ist er als einer der Tagesverantwortlichen für die Zeitung «Südostschweiz» tätig. Patrick Kuoni ist in Igis (heutige Gemeinde Landquart) aufgewachsen und seit April 2018 fester Teil der Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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