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Porthof soll Begegnungszone für die ganze Stadt werden

Die Stiftung Alterswohnungen Jona baut ihr Wohnangebot für Senioren in Rapperswil-Jona aus. Das
Neubauprojekt gibt der Siedlung im Spitzacker ein neues Gesicht und setzt einen städtebaulichen Akzent.

14.12.18 - 04:30 Uhr
Politik
Mit dem Spatenstich wird das Neubauprojekt Porthof West im Spitzacker lanciert.
Mit dem Spatenstich wird das Neubauprojekt Porthof West im Spitzacker lanciert.
BILD: MAGNUS LEIBUNDGUT

Bereits im Jahr 1980 hat die Stiftung Alterswohnungen Jona am Standort Spitzacker vierzig Wohnungen für Senioren realisiert. Im Jahr 2001 wurde die Überbauung dank einer zweiten Etappe um zwanzig Wohnungen, eine Pflegestation mit neun Betten und ein Café erweitert. Gestern wurde mit einem Spatenstich die dritte Bauetappe in Angriff genommen: Dank dieser entstehen 51 moderne altersgerechte Wohnungen. Zudem kann im Erdgeschoss eine grössere Pflegewohnung mit 19 Betten realisiert werden, die den heutigen Standards entspricht. Schliesslich habe die Stiftung zum Zweck, in der Stadt preisgünstige Wohnungen für Betagte und Behinderte zu bauen und zu verwalten, sagte Christoph Kratzer als Vertreter der Bauherren einleitend zum Spatenstich. Der Bau der Alterswohnungen kostet rund dreissig Millionen Franken. Zehn Millionen davon werden durch eine Bürgschaft der Stadt abgedeckt, der die Bürger von Rapperswil-Jona an einer Urnenabstimmung grünes Licht erteilten.

Mehrwert für die ganze Siedlung

«Dank des Projekts ergeben sich Verbesserungen sowohl für den Betrieb als auch für die Bewohner», sagte Stadträtin Tanja Zschokke, Präsidentin der Stiftung Alterswohnungen Jona. Die neue Pflegewohnung wird durch die Stiftung Rajovita betrieben. So können die Wohnungen an der Spinnereistrasse und im Porthof 2 aufgehoben werden. Im Weiteren sei vorgesehen, dass Rajovita auch das neue Café betreibt, sagte Zschokke: «Der Porthof West soll auch einen Mehrwert für die Siedlung bringen und zur Begegnungszone nicht für das Quartier, sondern für die ganze Stadt Rapperswil-Jona werden.»

«Mit Spielwiese, Café und Spielplatz soll der Neubau für die Öffentlichkeit zugänglich sein.»
Tanja Zschokke, Stadträtin und Präsidentin der Stiftung Alterswohnungen Jona


Mit dem Neubau soll das Angebot durch die Stiftung Rajovita nicht nur im Umfang, sondern auch im Bereich der Service-Leistung erweitert und ergänzt werden. «Die Stiftung Alterswohnungen möchte diese Erweiterung aber auch dazu nutzen, die Gesamtlage attraktiver zu gestalten», führte Zschokke aus: «Mit dem neuen Café, der parkartigen Umgebung und dem Kinderspielplatz mit angrenzender Spielwiese soll sich der Neubau ins Quartier integrieren und für die Öffentlichkeit zugänglich sein.» Um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, habe die Stiftung einen öffentlichen Architekturwettbewerb durchgeführt. Gewonnen hat das Architekturbüro Gret Loewensberg Architekten aus Zürich mit dem Projekt «Anemone», das überarbeitet wurde und nun kurz vor der Realisierung steht.

Erhitzte Gemüter beruhigten sich

Man habe durchaus Abstriche beim Projekt machen müssen, sagte Gret Loewensberg beim Spatenstich: So war ursprünglich geplant, dass die Parkplätze oberirdisch gebaut werden. Diese werden nun durch eine Parkgarage ersetzt.

Thomas Furrer, Bauchef in Rapperswil-Jona, sprach in seiner Rede die Einsprachen gegen das Neubauprojekt an, welche die Verkehrssituation an der Rütiwiesstrasse thematisierten. Dementsprechend wurde die Zufahrt zur Tiefgarage korrigiert. Bei der Präsentation des Projekts erhitzten sich die Gemüter der Anwohner der Alterssiedlung Porthof wegen der Grösse des Projekts mit sechs Stockwerken überaus, beruhigten sich aber auch schnell wieder. Der Porthof West soll im Jahr 2021 eröffnet werden. Die Wohnungen der Alterssiedlung sollen ab dann mit der Energie aus dem Abwasser der Abwasserreinigungsanlage beheizt werden.

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