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Kesb-Chef wehrt sich gegen Kündigung

Die Kesb-Affäre in Rapperswil-Jona dürfte auch in Zukunft die Gerichte beschäftigen: Der entlassene Chef der Kesb Linth, Walter Grob, ficht seine Entlassung als «missbräuchlich» an. Und er holt zum Rundumschlag gegen den Stadtrat aus.

12.11.18 - 16:28 Uhr
Politik
Walter Grob, der entlassene Chef der Kesb Linth, wird möglicherweise noch öfter beim Kreisgerich See-Gaster aufkreuzen müssen.
Walter Grob, der entlassene Chef der Kesb Linth, wird möglicherweise noch öfter beim Kreisgerich See-Gaster aufkreuzen müssen.
ARCHIV/ZSZ

Zwei volle A4-Seiten umfasst die Medienmitteilung, welche der geschasste Kesb-Chef Walter Grob gestern verschickt hat. Darin verkündet er, dass er sich gegen seine Kündigung durch den Stadtrat von Rapperswil-Jona wehrt: Er hat ein Schlichtungsbegehren eingereicht, weil er der Meinung ist, die Kündigung sei missbräuchlich, der Grund dafür fadenscheinig. Im Schreiben spart Grob nicht mit dramatischen Wörtern. So ist von der «beispiellosen Hetzkampagne» durch die «Obersee Nachrichten» die Rede, von verloren gegangenem Vertrauen, «völliger Überforderung» seitens des Stadtrats. Auch der Begriff «Scherbenhaufen» fällt. Letztlich habe der Stadtrat mit seiner Kündigung «eine funktionierende Behörde ins Chaos gestürzt und die Aufbauarbeit der letzten vier Jahre zerstört». 

«Immenser finanzieller Schaden»

Es sind happige Anschuldigungen, die Grob in seinem Schreiben macht. So koste der Entscheid des Stadtrats, Grob zu entlassen, die Steuerzahler letztlich auch bares Geld: «Mit seiner unnötigen Intervention richtet der Stadtrat einen immensen finanziellen Schaden an. Die entstandenen personellen Lücken müssen kurzfristig mit teuren externen Beratern geschlossen werden. Diese Ausgaben wären ebenso vermeidbar gewesen wie die Kosten für den nun eingeleiteten Rechtsstreit. Das Versagen des Stadtrates von Rapperswil-Jona kommt die Steuerzahlenden der Region Linth somit teuer zu stehen», schreibt Grob.  

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Die Entlassug von Herr Grob ist nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist, dass der Herr erst jetzt entlassen wurde. Es zeigt aber auch, dass einige Ratsmitglieder der Aufgabe nicht gewachsen sind!

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