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Davoser könnten aus Versehen Grüne Partei unterstützen

Rolf Marugg ist verantwortlich für den Flyer, der in Davos für Verwirrung sorgte. In Form einer Rechnung landete dieser im Briefkasten der Einwohner und forderte von ihnen Geld für die Finanzierung der «WEF Sicherheitskosten 2019». Initiant Rolf Marugg beruhigt im Interview mit Radio Südostschweiz.

Südostschweiz
Freitag, 14. September 2018, 04:30 Uhr Flyer zu WEF-Sicherheitskosten
Täuschend echt der Flyer der Grünen Partei Davos geht fast als Steuererklärung durch.
KEYSTONE

Viele Davoser staunten nicht schlecht, als sie einen Flyer in Form einer Rechnung im Briefkasten entdeckten. Oben auf der Rechnung mit fetter Schrift der Titel «WEF Sicherheitskostenabrechnung 2019». Die ganze Aufmachung war täuschend echt. Kein Wunder also waren viele Einwohner verwirrt.

Verantwortlich für diese Aktion ist Rolf Marugg. Er ist Sekretär der Grünen Partei Davos und Mitglied des Abstimmungskomitees «Davos wie weiter». Im Interview mit Radio Südostschweiz gesteht Marugg, dass er über den ganzen Wirbel selber ein wenig überrascht sei.

Verwirrung wollte niemand

In erster Linie sollte der Flyer die Bevölkerung animieren, die Erhöhung der Sicherheitskosten für das WEF 2019 an der Urne abzulehnen. Keinesfalls sollte die Aktion verwirren. Maruggs Partei setzt sich für ein «Nein» am 23. September ein, weil das WEF zusehends zur Belastung werde. Eine Besserung sei nicht in Sicht.

Auf Wunsch Geld zurück

Zurück aber zu der Rechnung. Diese sieht nicht nur echt aus – sie ist es im weitesten Sinne auch. Denn die Zahlungsverbindung auf dem Einzahlungsschein funktioniert und begünstigt die Grüne Partei Davos. Bis heute hat noch niemand fälschlicherweise den geforderten Betrag von 188.95 Schweizer Franken einbezahlt, bestätigt Marugg. Das Konto werde laufend überprüft und der Betrag natürlich zurückerstattet, sofern das jemand wünscht. (stn)

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