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Sprachenorganisationen fordern Ombudsstelle

Verfehlt das vor zehn Jahren eingeführte Sprachengesetz seine Wirkung? Eine Bilanz.

Südostschweiz
Samstag, 28. Juli 2018, 04:30 Uhr Kaum Veränderungen
Die kantonale Dreisprachigkeit sorgt immer wieder für Diskussionen.
Yanik Buerkli / YANIK BÜRKLI

Die kantonale Dreisprachigkeit stärken und das Bewusstsein für die sprachlichen Minderheiten in der Bevölkerung festigen – unter anderem diese Ziele werden mit dem seit 1. Januar 2008 geltenden Sprachengesetz im Kanton Graubünden verfolgt. Das Gesetz schützt die verschiedenen Sprachgebiete in Graubünden, indem die Festsetzung der Amts- und Schulsprache nicht mehr kommunal, sondern staatlich geregelt wird.

Neue Forderungen im Raum

Die Bilanz nach zehn Jahren Sprachengesetz fällt jedoch durchzogen aus. «Aus meiner Sicht hat das Gesetz in der Öffentlichkeit keine grossen Veränderungen bewirkt und das Bewusstsein nicht erheblich verbessert», sagt etwa Cornelia Märchy-Caduff, Präsidentin der Kommission für Bildung und Kultur (KBK). Die Sprachenorganisationen sind enttäuscht und üben Kritik am Kanton. Neue Forderungen stehen im Raum.

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