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Anwohner haben die Nase gestrichen voll

Anwohner haben die Nase gestrichen voll

Gülle bleibt ein Reizthema: Viele ärgern sich über den Gestank und fordern von den Bauern im Linthgebiet mehr Rücksicht – oder weniger müffelnde Gülletechniken.

17.07.18 - 04:30 Uhr
Politik
Das stinkt nicht nur mächtig, sondern ist auch schlecht für die Umwelt: Ein Landwirt düngt sein Feld ohne Verteiler.
KEYSTONE

Ein herrlicher Spätnachmittag, die Sonne brennt, das Fleisch brutzelt auf dem Grill, die Nachbarn kommen schon mit dem Apéro. Alles ist angerichtet für einen schönen Grillabend. Plötzlich fährt ein Landwirt mit Traktor und Güllefass im Schlepptau auf die angrenzende Wiese. Zusätzlich zum Lärm wehen übel riechende Ammoniak-Schwaden durchs Quartier – fertig ist es mit der Idylle.

Es gibt Alternativen, aber …

«Warum müssen die Bauern immer dann güllen, wenn man draussen etwas unternehmen will?», echauffiert sich eine «Südostschweiz»-Leserin aus Kaltbrunn. Und sie doppelt nach: «Es gibt doch inzwischen sicherlich neue Methoden, damit der Güllegestank nicht das halbe Dorf ‘verpestet’.»

Solche Techniken gibt es in der Tat – beispielsweise das Ausbringen von Gülle mit einem sogenannten Schleppschlauchsystem. Bei diesem wird der beissende Ammoniak-Geruch massiv reduziert, zudem ist die Methode umweltschonender. Doch sie eignet sich längst nicht für jeden Landwirtschaftsbetrieb in der Region. Für welche Gülle-Verteiltechnik sich ein Bauer entscheidet, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab.

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Auch hier in Erlenbach an der Goldküste ist der unerträgliche Güllegestank am Wochenende und Abends eine Zumutung!!! Da sollte die Gemeinde mal was machen und die einbezahlten Steuern auch mal wirklich verdienen.

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