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Schwerwiegende Mängel bei der Raiffeisenbank

Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma entdeckte schwerwiegende Mängel in der Unternehmensführung der Raiffeisenbank. Auch die Aufsicht über den ehemaligen Raiffeisen Chef Pierin Vincenz wurde vernachlässigt. Die Bank reagiert und teilt mit, dass bereits Verbesserungsmassnahmen eingeleitet wurden.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. Juni 2018, 07:58 Uhr Interessenkonflikte
Raiffeisen Bank
Finma entdeckte Mängel in der Unternehmensführung der Raiffeisenbank.
ARCHIVBILD, THEO GSTOEHL

Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat im Rahmen eines Enforcementverfahrens bei der Unternehmensführung der Raiffeisenbank schwerwiegende Mängel festgestellt. Die Bank habe Interessenskonflikte ungenügend gehandhabt, heisst es in einer Mitteilung. Zudem sei die Aufsicht über den ehemaligen Raiffeisen Chef Pierin Vincenz vernachlässigt worden.

Raiffeisen reagiert schnell

Wie die Bank am Donnerstagmorgen bekannt gab, anerkennt sie die Finma-Verfügung. Es seien bereits Verbesserungsmassnahmen eingeleitet worden, um den ordnungsgemässen Zustand wieder herzustellen. Ausserdem wurde ein Erneuerungsprozess im Verwaltungsrat angestossen, mit dem Ziel das oberste Gremium fachlich zu verstärken. Dabei beachte Raiffeisen die Auflagen der Finma bezüglich Kompetenzen in den Bereichen Risiko und Compliance sowie im Bankwesen, heisst es weiter. Mit den angekündigten oder bereits erfolgten Rücktritten von fünf Verwaltungsratsmitgliedern und dem Wahlvorschlag für zwei neue Mitglieder sei die Umgestaltung bereits einen grossen Schritt vorwärtsgetrieben worden.

Änderung der Unternehmensform

Zur Auflage der Finma, die Folgen einer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vertieft zu prüfen, schreibt Raiffeisen, dass der Verwaltungsrat im Rahmen der Strukturdiskussion die Überprüfung ihrer Gesellschaftsform vornehmen werde.(sda/stn)

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