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Regierung gegen Änderungen im Bereich der Untermiete

Weil die neue Regelung betreffend Untermiete zu Rechtsunsicherheit führt, lehnt die Bündner Regierung entsprechende Änderungen vom Bund ab.

Südostschweiz
Donnerstag, 14. Juni 2018, 13:21 Uhr Regierungsmitteilung
Den Vorschlag des Bundes betreffend der Änderung der Untermiete, lehnt die Bündner Regierung ab.
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Die Bündner Regierung nimmt gemäss einer Mitteilung Stellung zur Vernehmlassungsvorlage betreffend Änderung der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG). Die Regierung lehnt die vorgeschlagene Revision ab. 

Die fortschreitende Digitalisierung hat in den letzten Jahren weltweite Plattformen wie zum Beispiel Airbnb entstehen lassen. Diese ermöglichen nicht nur einen unkomplizierten Zugang zu einer Vielzahl von Angeboten privater Unterkünfte, sondern zugleich die Kontaktherstellung und die Abwicklung der Buchungen. Diese Entwicklung erlaubt sowohl Mietparteien als auch Eigentümern, ihre Wohn- und Geschäftsräume wiederholt kurzzeitig Gästen aus aller Welt zu überlassen. Um dieser Entwicklung besser Rechnung zu tragen, will der Bund entsprechende Änderungen in der VMWG vornehmen. 

Die Bündner Regierung lehnt die neuen Entwicklungen und Vermietungsformen des eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) ab. Sie ist der Meinung, dass die bereits gesetzlich verankerte Regelung zur Untermiete ausreicht, um den heutigen und den in naher Zukunft absehbaren Gegebenheiten im Bereich der Untermiete Rechnung zu tragen. 

Der Regierung sei es ein grosses Anliegen, Regulierungen, welche nicht zwingend nötig sind, und keine oder nur ungenügende Wirkung erzielen, oder mit Rechtsunsicherheit behaftet sind, zu vermeiden. (so)

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