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Im angestammten Departement bleiben

Christian Rathgeb hat das beste Wahlresultat aller Regierungsratskandidaten erzielt. Für ihn ist das ein grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung. Deshalb hat er sich für seine letzte Amtsperiode viel vorgenommen.

Dario
Morandi
Montag, 11. Juni 2018, 04:30 Uhr Die Kosten dämpfen
So wie es aussieht, dürfte Rathgeb weiter in seinem Departement verbleiben.
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Er ist der Sieger der Regierungsratswahlen 2018: Christian Rathgeb von der FDP hat mit 24 434 Stimmen das beste Resultat vor seinem CVP-Regierungsratskollegen Mario Cavigelli erzielt. Und das motiviert den Chef des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, während seiner dritten Amtszeit Vollgas zu geben. «Ich freue mich sehr über das tolle Resultat», erklärte Rathgeb gestern nach der Bekanntgabe der Wahlresultate.

An der Arbeitsqualität orientiert

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Polizeieinsatz gegen den Unterengadiner Preisabsprache-Informanten Adam Quadroni wollte Rathgeb im Wahlkampf zwar nicht ausschliessen. «Laufende Verfahren und Geschäfte können durchaus einen Einfluss auf eine Wahl haben», gab der Sicherheitsdirektor unumwunden zu.

Mit Blick auf sein tolles Wahlresultat geht er aber davon aus, dass sich die Wirren rund um die Preisabsprachen im Unterengadiner Baugewerbe für ihn nicht negativ ausgewirkt haben. Rathgeb glaubt, «dass sich die Bündnerinnen und Bündner primär an der Qualität meiner bisherigen Arbeit orientiert haben».

Die Kosten dämpfen

So wie es aussieht, dürfte Rathgeb weiter in seinem Departement verbleiben. Dass er dies möchte, hat er bereits im Vorfeld der Wahlen signalisiert. Dementsprechend skizzierte er auch gleich die Schwerpunkte, auf die er sich in seiner letzten Amtsperiode konzentrieren wird.

Im Gesundheitsbereich will sich Rathgeb für Kostendämpfungsmassnahmen einsetzen. Aber nicht nur das: Ein Dorn im Auge ist für ihn die vom Bund kürzlich vorgeschlagene Berechnung der Minimalfallzahlen für Spitäler. Da will Rathgeb dafür sorgen, dass die Gesundheits-bürokraten in Bern nicht noch ganz die Bodenhaftung verlieren.

Ausserdem räumt Rathgeb der öffentlichen Sicherheit weiterhin oberste Priorität ein. Er weiss auch warum: «Die Bedrohungssituation verändert sich laufend», stellte er fest. In der heutigen Zeit gelte es, Gefahren im Internet frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Entgegenstellen müsse man sich aber auch dem Terrorismus.

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