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Grossratskandidaten sind für Gleichstellung der Homo-Ehe

Ein Vergleich der aktuellen «Smartvote»-Antworten mit jenen von 2014 zeigt einige Verschiebungen. Die Analyse ergab, dass die Kandidaten 2018 gesellschaftsliberaler antworteten wie noch vor vier Jahren. Bezüglich Einbürgerungen wurden die Kandidaten jedoch strenger.

Südostschweiz
Montag, 04. Juni 2018, 04:30 Uhr Analyse
Grosser Rat
Die Kandidaten für den Grossen Rat haben zu gewissen Themen eine andere Einstellung als vor vier Jahren.
MARCO HARTMANN

Am 10. Juni ist Zahltag. Dann wird nebst der Bündner Regierung auch das Parlament neu gewählt. Mit dem Fragebogen der Online-Wahlhilfe «Smartvote» zu verschiedenen politischen Themen können die Wähler ihre Position mit den Kandidaten vergleichen und somit herausfinden, welche Grossratskandidaten gleich oder zumindest ähnlich ticken. Zwar sind seit 2014 einige neue Fragen hinzugekommen, aber 21 Fragen lassen sich vergleichen.

Eine Auswertung dieser 21 Fragen durch «Smartvote» hat ergeben, dass Meinungsänderungen vor allem innerhalb der Parteien stattgefunden haben. Gerade bei gesellschaftsliberalen Fragen, wie Cannabis-Konsum und der Trennung von Kirche & Staat hätten sich die Meinungen Mehrheiten verschoben.

Wir haben für Euch die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Während die Grossratskandidierenden im Jahr 2014 zu 57 Prozent noch gegen eine Trennung von Kirche und Staat waren, sprechen sich die heutigen Kandidaten zu 65% für eine konsequente Trennung zwischen Kirche und Staat aus. Damit sind nur noch 35 Prozent dagegen.
  • Ähnlich sieht es bei der Legalisierung von Cannabis aus: 58 Prozent der Kandidierenden waren vor vier Jahren gegen eine Legalisierung. 2018 sind 61 Prozent für eine Legalisierung und somit nur noch 39 Prozent dagegen.
  • Lockerer wurde auch der Umgang mit dem Geld, zumindest für Kulturförderung: Heute befürworten 57 Prozent der Kandidierenden mehr finanzielle Mittel für Kulturförderung. 2014 wurde ein solches Anliegen noch abgelehnt.
  • Für eine Gleichstellung der Homo-Ehe waren 2014 nur 41 Prozent der Kandidierenden. 2018 ist man bei einer Mehrheit von 66 Prozent.
  • Gegenüber der Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländer sind die Bündner Kandidaten aber strenger geworden. Heute befürworten 56 Prozent eine Erhöhung der Anforderungen für die Einbürgerung (Sprachkenntnisse etc.). Während 2014 54 Prozent gegen eine Erhöhung der Anforderungen waren und nur 46 Prozent dafür.

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