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Ein Hoch auf die Landsgemeinde

Lukas Leuzinger hat sein neues Buch über die Glarner Versammlungsdemokratie vorgestellt.

Claudia
Kock Marti
Samstag, 21. April 2018, 02:00 Uhr Buchvernissage
«Etwas ganz besonderes»: Landesstatthalter Andrea Bettiga (von links), «Südostschweiz»-Redaktor Daniel Fischli und der Buchautor Lukas Leuzinger schwärmen von der Glarner Landsgemeinde.
CLAUDIA KOCK MARTI

«Ds Wort isch frii» heisst das anregende, gut lesbare Buch von Lukas Leuzinger über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Glarner Landsgemeinde. An der Buchvernissage am Donnerstag in der Buchhandlung Baeschlin diskutierten Landesstatthalter Andrea Bettiga, «Südostschweiz»-Redaktor Daniel Fischli und der Buchautor angeregt darüber, warum die Glarner Landsgemeinde auch im Zeitalter von E-Voting noch ihre Berechtigung hat.

Die Landsgemeinde sei mehr als eine faszinierende, identitätsstiftende Tradition, so Lukas Leuzinger. Die direkte Auseinandersetzung mit den Argumenten des Gegenübers in der Diskussion und das Recht für jeden, Änderungsanträge zu stellen, seien ihre besonderen Qualitäten. Und das offene Abstimmen im Ring habe sich bis heute bewährt.

Weiche Knie beim Regierungsrat

Landesstatthalter Andrea Bettiga gestand, dass er beim Gang auf die Bühne weiche Knie hatte, als er das erste Mal als Regierungsrat eine Vorlage verteidigen musste. Ein bisschen Landsgemeindestimmung verbreiteten die harten Holzbänke für das Publikum in der Buchhandlung. Dieses war sich sicher, dass es die besondere Form der Glarner Versammlungsdemokratie auch noch in 100 Jahren geben wird.

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