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Einstimmig für den Churer Sport

Chur erhält einen zweiten Kunstrasenplatz. Der Entscheid im Churer Gemeinderat fiel einstimmig, eine zusätzliche Volksabstimmung wurde abgelehnt.

Donnerstag, 08. März 2018, 16:30 Uhr Gemeinderatssitzung
Die ehemalige Baustelle vor einem Jahr in der Oberen Au.
YANIK BÜRKLI

Der Churer Gemeinderat hat am Donnerstag einen Kredit über 2,38 Millionen Franken für den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes auf der Obere Au beschlossen. Das Projekt war unbestritten. Alle Gemeinderäte anerkannten den Bedarf an zusätzlichen Rasenspielfelder für den Vereins- und Firmensport an. Der neue Platz auf der Oberen Au wird 70 mal 106 Meter messen und damit den Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbands für Verbandsspiele bis und mit Challenge League entsprechen.

Strittig war am Donnerstagnachmittag im Rat einzig die Frage, ob der Baubeschluss noch freiwillig dem Stimmvolk zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Zwingend wird eine Abstimmung in Chur erst ab einem Kredit von drei Millionen Franken und mehr. Der Antrag dafür kam von den SVP-Gemeinderäten Mario Cortesi und Hanspeter Hunger.

«So können wir sicher gehen, dass die Bevölkerung nicht das Gefühl bekommt, wir würden die neuen Sportanlagen scheibchenweise am Volks vorbei realisieren», sagte Cortesi. Schliesslich hätten die Churer 2014 das Gemeinde- und Sportanlagenkonzept an der Urne abgelehnt. Der Antrag der SVP wurde lediglich noch von der FDP unterstützt und mit 15:5 Stimmen abgelehnt.

Die nächsten Schritte

Der Bau des am Donnerstag vom Gemeinderat beschlossenen zweiten Kunstrasenplatzes ist nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu neuen Sportanlagen auf der Oberen Au. Noch in diesem Jahr wird eine Vorlage für einen dritten Kunstrasenplatz in den Rat kommen.

Ein grosser Schritt ist für November geplant. Wenn alles glatt läuft, kann die Churer Stimmbevölkerung am 25. November über den Bau einer überdachten Eishalle und die Verlegung des Sportplatzes Ringstrasse mit Tribüne sowie neuen Naturrasenplätzen auf die Obere Au abstimmen.

Zuerst findet dazu am 20. Juni aber die Jurierung des Projektwettbewerbs statt, an dem sich fünf Planergemeinschaften beteiligen. Im September 2018 soll die entsprechende Botschaft dem Gemeinderat vorliegen.

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