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Chur beteiligt sich an neuem Domschatzmuseum

Einer Einrichtung eines Domschatzmuseums im restaurierten bischöflichen Schloss steht nichts mehr im Weg. Im zweiten Anlauf hat der Churer Gemeinderat einen einmaligen Beitrag von 600 000 Franken gesprochen.

Stefan
Bisculm
Donnerstag, 08. März 2018, 10:30 Uhr Gemeinderatssitzung
Blick ins geplante Domschatzmuseum.
PRESSEBILD

In der Novembersitzung hatte der Churer Gemeinderat das Geschäft nach einer lebendigen Debatte noch knapp mit 11:10 Stimmen abgewiesen. Am Donnerstagnachmittag war die Debatte kurz und der Ausgang unstrittig: Mit 13:5 Stimmen und zwei Enthaltungen ist der Gemeinderat auf seinen Entschied zurückgekommen und hat beschlossen, an die Mensa Episcopalis Curiensis und die Kathedralstiftung für die Errichtung des Domschatzmuseums einen einmaligen Beitrag von 600'000 Franken auszurichten.

Das Geschäft kam mit einer überarbeiteten Botschaft in den Rat, die mehr Transparenz schuf hinsichtlich der beteiligten kirchlichen Stiftungen. Einzig die FDP-Fraktion und Teile der SVP lehnten den städtischen Beitrag am Domschatzmuseum, wo unter anderem die «Churer Todesbilder» ausgestellt sein werden, bis zum Schluss ab.

Wie der Bischofssprecher Giuseppe Gracia im Anschluss an den Entscheid auf Anfrage erklärte, wird das Bistum das Projekt wieder aufnehmen, nachdem es im November noch sistiert wurde. «Wir sind sehr erfreut über den Entscheid des Gemeinderates. Denn wir glauben, dass das Projekt für alle Beteiligten ein Gewinn sein wird.»

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Die Mittelinks und der Stadtrat haben gemerkt um was es geht, die fünf die dagegen gestimmt haben müssen noch lernen, daß man sich auch irren kann und halt über ihren Schatten springen und zur Kenntnis nehmen, dass man sich mit fadenscheinigen Argumenten verrannt hat. Nachmals zur Errinnerung, hier ging es nicht um Bischof Huonder und sonstigen historischen Reminiszenzen, sondern um den Domschatz und ein wichtiges Kulturgut für Chur.