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Schweizer stirbt nach Brasilien-Reise an Gelbfieber

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt Reisende vor dem in Brasilien grassierenden Gelbfieber. Ein aus dem südamerikanischen Land zurückgekehrter Schweizer ist an der Krankheit gestorben.

Agentur
sda
Mittwoch, 07. März 2018, 15:35 Uhr Bern
Ein brasilianischer Armeeangehöriger zeigt Larven der Stechmücke Aedes aegypti, welche für die Übertragung des Gelbfiebers verantwortlich ist. Ein Schweizer, der aus Brasilien zurückgekehrt ist, ist an der Krankheit gestorben.
Ein brasilianischer Armeeangehöriger zeigt Larven der Stechmücke Aedes aegypti, welche für die Übertragung des Gelbfiebers verantwortlich ist. Ein Schweizer, der aus Brasilien zurückgekehrt ist, ist an der Krankheit gestorben.
KEYSTONE/AP/ERALDO PERES

Gelbfieber ist in Brasilien nichts Ungewöhnliches, vor allem in ländlichen Gebieten. Die aktuellen Zahlen sind indes auffallend hoch, wie das BAG auf seiner Homepage schreibt. Zwischen Juli 2017 und Ende Februar 2018 wurden 723 bestätigte Gelbfieberfälle bei Menschen gemeldet. 237 davon verliefen tödlich.

Zudem ist auch die Zahl der bestätigten Erkrankungen bei ungeimpften ausländischen Touristen deutlich gestiegen. Betroffen sind laut BAG neben dem mittlerweile verstorben Schweizer je drei Personen aus Chile und Argentinien und eine aus Rumänien.

Das BAG vermutet den Grund für die starke Zunahme darin, dass sich das Gelbfiebervirus in neue Gebiete ausgebreitet hat, darunter in die Ballungsräume grosser Städte. Es empfiehlt deshalb die Gelbfieberimpfung ausdrücklich für die meisten Regionen des Landes.

Gelbfieber ist eine akute, durch Stechmücken übertragene Viruskrankheit. Sie kommt in Südamerika und Afrika vor. Nach einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen treten zunächst allgemeine Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Danach klingen die Beschwerden in der Regel ab.

Bei rund 15 Prozent der Erkrankten tritt eine zweite Fieberperiode mit Blutungen, Erbrechen, Organschäden und Gelbsucht auf. Bei schweren Formen von Gelbfieber sterben 10 bis 50 Prozent der Patienten.

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