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Glarner SVP sagt Nein

Die Glarner SVP hat an ihrer Delegiertenversammlung die Nein-Parole zur No-Billag-Initiative gefasst. Damit stellt sie sich nicht nur gegen ihre Mutterpartei.

Südostschweiz
Mittwoch, 07. Februar 2018, 19:12 Uhr No Billag
Randgebiete wie der Kanton Glarus würden Information verlieren, so SVP-Regierungsrätin Marianne Lienhard.
ARCHIV

von Olga Shostak

Die Glarner SVP stellt sich quer und steht mit ihrem Votum zur No-Billag-Initiative ziemlich alleine da. Als erste und einzige Kantonalpartei beschloss sie an ihrer Delegiertenversammlung am Dienstag die Nein-Parole mit 15:11 Stimmen. Lediglich die Parole der SVP Ausserrhoden steht noch aus. Klarer fiel der Entscheid bei der Mutterpartei: Die SVP Schweiz stimmte mit 239:17 Stimmen für die Intiative.

Offenbar traf der Kontra-Referent, Caspar Selg, den Nerv der Glarner. Der Radiomoderator, der 30 Jahre die Stimme der Sendung «Echo der Zeit» war, habe darauf hingewiesen, dass gute und kompetente Information teuer seien. Kleine Randgebiete wie der Kanton Glarus würden unbestritten Information verlieren, heisst es in einer Mitteilung.

Gleiches gab die SVP-Regierungsrätin Marianne Lienhard zu bedenken. Weiter habe Kaspar Krieg, Präsident der Glarner SVP, gefragt, ob die Entwicklung in die gleiche Richtung gehe wie bei der Privatisierung der Post. Laut SVP-Ständerat Werner Hösli wird die Abstimmung zugunsten der Zwangsgebühren ausfallen. Die SRG müsse ihr Versprechen zur Diskussionsbereitschaft jedoch unbedingt einhalten.

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