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IG bringt geplante Neubauten zu Fall

Am Fuss des Meienbergs in Rapperswil-Jona hätten in zwei Neubauten 15 Wohnungen entstehen sollen. Jetzt haben die Grundeigentümer den Überbauungsplan zurückgezogen. Die IG Meienberg feiert das als «Teilerfolg».

Südostschweiz
Dienstag, 16. Januar 2018, 04:30 Uhr Freiraum Meienberg

Beinahe drei Jahre ist es her, dass sich am Fusse des Meienbergs ein neues juristisches Kampffeld auftat. Im März 2015 kam der Überbauungsplan Meienhalde zur öffentlichen Auflage. 15 Eigentumswohnungen in zwei Neubauten sollten auf einer rund 4500 Quadratmeter grossen Hangparzelle entstehen. Nun haben die Grundeigentümer, die Erbengemeinschaft Brändlin, diesen Überbauungsplan zurückgezogen. Öffentlich bekannt machte dies die IG Freiraum Meienberg mittels Medienmitteilung. Sie feiert den Rückzug als «Teilerfolg». 22 Anwohner aus dem Umfeld der IG hatten gegen das Projekt im April 2015 Einsprache erhoben. Seither war das Bauvorhaben blockiert. Nach der Ablehnung der Einsprachen durch die Stadt hatten die Einsprecher diese weiter an den Kanton gezogen.

«Dass nun die Bauherrschaft selbst den angefochtenen Überbauungsplan zurückzieht, noch bevor das kantonale Baudepartement über den Rekurs entschieden hat, spricht Bände», schreibt die IG Freiraum Meienberg. Anscheinend gebe sie dem Projekt vor Gericht keine Chance mehr. Die Bauherrschaft gestehe damit «nicht nur die Rechtmässigkeit der Einsprachen ein, sondern anerkennt auch, dass die vorgebrachten Argumente juristisch stichhaltig sind.» Die IG wehrt sich gegen die Überbauung der verbliebenen Freiflächen rund um den Meienberg. Die Umgebung gehört teils zum «Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung.»

Bauchef widerspricht IG-Aussagen

Der städtische Bauchef Thomas Furrer bestätigt den Rückzug des Überbauungsplans durch die Bauherrschaft. Grund sei allerdings nicht das von der IG Meienberg vorgebrachte Hauptargument – nämlich, dass eine Überbauung in der Meienhalde nationalen Schutzinteressen widerspreche. Vielmehr habe der Rechtsdienst des kantonalen Baudepartements die Berechnung der Gebäudelängen durch Stadt und Projektplaner beanstandet. Forderungen der IG, wonach die Stadt nun auch die Planungen für den Dornacher, auf dem die Ortsgemeinde bauen will, stoppen soll, weist Bauchef Furrer deshalb zurück.

 

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