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Die Bündner CVP fordert ein Vermummungsverbot

Verhüllungen an Demos sollen verboten werden – nicht aber Burkas.

Olivier
Berger
06.01.18 - 04:30 Uhr
Politik
Eine längst vergangene Anti-WEF-Demonstration beim Bahnhof in Landquart.
Eine längst vergangene Anti-WEF-Demonstration beim Bahnhof in Landquart.
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Die CVP Graubünden will im kantonalen Gesetz ein Vermummungsverbot festschreiben. Das bestätigte gestern Grossrat Reto Crameri (Albula) auf Anfrage. Seine Partei habe die Forderung nach einem Vermummungsverbot in der Vernehmlassung zur Teilrevision des Polizeigesetzes ausdrücklich erhoben. Diverse Kantone würden eine entsprechende Regelung bereits kennen, betonte Crameri.

Kein Burkaverbot

Die Forderung der CVP richte sich nicht gegen Burkas und andere Formen der Verschleierung, sagte Crameri weiter. Der Partei gehe es ausschliesslich um «vermummte Chaoten an Demos». Ein Burkaverbot zu fordern, wäre nach Crameris Meinung derzeit unangebracht. «Es laufen entsprechende Überlegungen auf nationaler Ebene. Für den Ruf nach einer kantonalen Regelung ist der Zeitpunkt falsch.»

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Olivier Berger wuchs in Fribourg, dem Zürcher Oberland und Liechtenstein auf. Seit rund 30 Jahren arbeitet er für die Medien in der Region, aktuell als stellvertretender Chefredaktor Online/Zeitung. Daneben moderiert er mehrmals jährlich die TV-Sendung «Südostschweiz Standpunkte». Mehr Infos

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