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Uffer AG baut Konvikt-Ersatz

Das Konvikt der Bündner Kantonsschule wird bald saniert. Nun ist bekannt, wer während dieser Zeit für die provisorische Unterbringung der Konviktbewohner sorgt. Erfreulich: Der Auftrag bleibt im Kanton Graubünden.

Patrick
Kuoni
Mittwoch, 27. Dezember 2017, 04:30 Uhr Auftrag bleibt in Graubünden
Konvikt
Eine Aufnahme des Konvikts der Bündner Kantonsschue aus dem Jahr 2016. Bald wird es saniert.
YANIK BÜRKLI

Von Sommer 2018 bis Herbst 2020 wird das Konvikt der Bündner Kantonsschule für 31,4 Millionen Franken renoviert. Dies ist seit der Abstimmung in der Junisession des Grossen Rates über einen entsprechenden Verpflichtungskredit bekannt. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Konvikts müssen während der Sanierung des Konviktes in ein Provisorium umziehen.

In ein Provisorium, das von der Savogniner Firma Uffer AG gebaut wird, wie jetzt bekannt wird. Diese hat von der Gesamtleisterin Implenia den Auftrag erhalten, 102 Quadrin-Holzmodule zu produzieren. Implenia hatte zuvor vom Kanton den Gesamtauftrag für die Sanierung des Konviktes zugesprochen erhalten, in welcher das nun bei der Uffer AG in Auftrag gegebene Provisorium enthalten ist.

«Es freut uns, dass wir den Zuschlag erhalten haben und der Auftrag somit im Kanton bleibt», erklärt der Geschäftsleiter der Uffer AG, Enrico Uffer. Auch Kantonsbaumeister Markus Dünner zeigt sich glücklich über diese Lösung. Dies vor allem auch, weil man die Module nur mieten und nicht kaufen müsse. «Diese Lösung ist etwas günstiger als ein Kauf. Ausserdem gehen die Module nach abgeschlossener Sanierung des Konviktes an die Uffer AG zurück und können erneut verwendet werden», gibt Dünner zu bedenken. Rund zwei Millionen Franken kostet laut Dünner die Miete der Module.

Wohnkomfort sinkt nur minim

Zu liegen kommen die Module dort, wo bis vor Kurzem noch die Palazzini-Schulzimmer standen, welche gemäss Dünner inzwischen grösstenteils in den Kanton Luzern verkauft wurden. Auf insgesamt 2054 Quadratmetern entsteht an diesem Ort nun vorübergehend ein dreistöckiges Gebäude.

«Dafür haben die Bewohnerinnen und Bewohner einen etwas kürzeren Schulweg.»

Für die Bewohner werde sich vom Wohnkomfort her im Provisorium nicht viel verändern, erklärt Dünner. Es werde wie bisher Einzel- und Doppelzimmer mit Nasszellen auf dem Gang geben. Die Einzelzimmer seien aber eher etwas kleiner als im Konvikt. «Dafür haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Provisoriums einen etwas kürzeren Schulweg», stellt Dünner fest.

Die Module werden ab Januar in Savognin produziert und müssen auf den Start des Schuljahres 2018/2019 einsatzbereit sein. Im April, oder je nach Wetter schon im März, beginnt darum gemäss Dünner der Aufbau.

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