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Ortsbürger stossen auf Neuigkeiten an

Der Gang von 129 Ortsbürgern aus Rapperwil-Jona an ihre Budgetversammlung wurde mit interessanten Neuigkeiten und einem Apéro belohnt.

Südostschweiz
Donnerstag, 07. Dezember 2017, 04:30 Uhr Budgetversammlung
In Minne: Aufmerksam und ohne Opposition lauschen die Ortsbürger Matthias Mächlers Ausführungen.
ARNOLD B. STAMPFLI

Von Arnold B. Stampfli

Noch vor Inangriffnahme des einzigen traktandierten Geschäfts, das Budget für 2018, gab Matthias Mächler, Präsident der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona, am Dienstagabend einen detaillierten Ausblick auf die Pläne zum Schloss (die «Süddostschweiz» berichtete). Herzstück des ganzen Vorhabens ist die «Vision Steiner». Das Schloss soll ein offenes Haus, eine eigentliche Touristenattraktion werden. Wichtige zu berücksichtigende Aspekte bilden die Auflagen der Denkmalpflege für dieses Weltkulturerbe von nationaler Bedeutung. Die vorgestellte Übersicht zeigte bis zu den Einzelheiten, was in welchem Stockwerk geplant ist. Der grosse Rittersaal im dritten Stock, zu dem unabhängig voneinander zwei Lifte führen, getrennt für die Infrastruktur und für die Besucher, soll multifunktional genutzt werden können, wobei aus Sicherheitsgründen die maximale Belegung 200 Personen nicht übertreffen darf.

Insgesamt, so Mächler, möge man sich auf das neue Konzept freuen, denn das Schloss solle öffentlicher werden.

Mächler fügte seinen Ausführungen die Mitteilung an, dass für den «Paragraph 11», die sehr geschätzte Wirtschaft in der Altstadt, ein neuer Wirt gefunden werden konnte. Es handelt sich um Inan Gedik, der heute im «Frohsinn» in Schmerikon tätig ist. Wann die Neueröffnung erfolge, sei noch nicht bekannt. Es gebe jedoch für das Restaurant «mit bezahlbaren Preisen» am Freitag, 5. Januar, einen Abend der offenen Tür.

Breites Aufgabenfeld

Ein Durchblättern der neu gestalteten Unterlage als Einladung zur ordentlichen Budgetversammlung der Ortsgemeinde zeigte mit aller Deutlichkeit nicht nur, wie sinnvoll und nützlich für die gesamte Bevölkerung eine Ortsgemeinde ist. Sondern auch, ein wie breites Aufgabenfeld von ihr das Jahr hindurch beackert wird.

Die Ortsgemeinde Rapperwil-Jona hatte innerhalb des Kantons eine Sonderaufgabe erhalten: Sie war für ein Pilotprojekt auserkoren worden, für die Anwendung des «Harmonisierten Rechnungsmodelles 2» (RMSG). Dieses musste sie bereits für den Voranschlag 2018 anwenden. Das gab reichlich Zusatzarbeit, erforderte diverse Umstellungen und Anpassungen, sodass Vergleiche mit früheren Jahren da und dort eher schwierig wurden, wie Referent Edi Alpiger ausführte. All dem zum Trotz gelang es ihm, innert nützlicher Frist einen guten Überblick über die wichtigsten Budgetposten zu vermitteln.

Der Voranschlag für 2018 lässt einen Ertragsüberschuss von 275 600 Franken erwarten. Dies bei einem Aufwand von 8,702 Millionen Franken und einem Ertrag von 8,977 Millionen. Die Investitionsrechnung sieht zudem gut 2,7 Mio. Franken vor. Geplant sind insbesondere die Projektarbeiten beim Schloss und eine Erneuerung der Werkleitungen hinüber zur Insel Lützelau. Ferner ein Projektierungskredit bei den Alterswohnungen im Schachen, wo die Jurierung nun erfolgt ist. Noch vor Weihnachten werde bekannt gegeben, welches Projekt zur Ausführung gelange. Schliesslich ist eine Sanierung der Aussenhülle und des Vorplatzes der Liegenschaft Schulstrasse geplant.

Diskussions- und oppositionslos stimmten die Anwesenden dem Budget zu. Nicht benützt wurde das Traktandum «Allgemeine Umfrage». Hingegen stiess man schon nach einer knappen Stunde gemäss den Wünschen von Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler miteinander an auf einen frohen Advent, schöne Weihnachten und ein wiederum gutes Ortsbürgerjahr.

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