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Glarus hoch3 bekommt Kantonsgeld

Gegen den Antrag der Kommission hat der Landrat der Finanzspritze an die Informatikfirma zugestimmt.

Südostschweiz
Donnerstag, 07. Dezember 2017, 10:00 Uhr Finanzspritze
Der Landrat hat der Finanzspritze an die Informatikfirma zugestimmt.
SYMBOLBILD PIXABAY

Die gemeinsame Informatikfirma von Kanton und Gemeinden, die Glarus hoch3 AG, ist notorisch knapp bei Kasse. Mit einer Erhöhung des Aktienkapitals um 800 000 Franken soll dem abgeholfen werden. Der Betrag wird je zu gleichen Teilen auf die vier Besitzer, die drei Gemeinden und den Kanton, aufgeteilt. Die vorberatende Kommission des Landrates wollte dieses Geld aber im Gegensatz zur Regierung nicht sprechen.

Kommissionspräsident Kaspar Becker (BDP, Ennenda) erklärte, zwar habe Glarus hoch3 zu wenig Kapital, aber trage auch nur ein geringes unternehmerisches Risiko. Die Finanzspritze sei deshalb nicht nötig. Ausserdem seien, wenn schon, die Gemeinden zuständig, da nur sie von der Gesellschaft Leistungen bezögen, nicht aber der Kanton.

Die Opposition gegen die Finanzspritze kam im Rat von der SP und der SVP. Die Landsgemeinde 2016 habe mit der Rückweisung des Informatikgesetzes zum Ausdruck gebracht, dass sie keine selbsttändige Informatik-Organisation wolle. Mit der Glarus hoch3 werde dieser Beschluss unterlaufen. Die Befürworter appellierten, mit den Störmanövern gegen die Anstalt aufzuhören, sie funktioniere «nicht so schlecht». Sie konnten eine klare Mehrheit des Rates überzeugen.

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