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Ersthundehalter sollen wieder die Schulbank drücken

Der Bundesrat will es nicht, die Glarner Regierung schon. Jeder, der zum ersten Mal einen Hund besitzt, soll einen Kurs besuchen. Über die Gesetzesänderung wird an der Landsgemeinde 2018 abgestimmt.

Südostschweiz
Mittwoch, 15. November 2017, 04:30 Uhr Landsgemeinde 2018
Gesprächsstoff: An der kommenden Landsgemeinde wird über die Kurspflicht für Ersthundehalter abgestimmt.
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Die Glarner BDP hat mit ihrer Interpellation im Dezember 2016 den Stein ins Rollen gebracht. Der Bundesrat hatte wegen einer Motion in der Sommer- und Herbstsession 2016 beschlossen, das obligatorische Absolvieren eines Hundekurses auf Ende Jahr für Ersthundehalter aus dem Gesetz zu streichen.

Der Bundesrat liess es den Kantonen jedoch frei, Hundekurse weiterhin als obligatorisch zu erklären. Genau dies forderte die Glarner BDP in ihrer Interpellation. Der Regierungsrat signalisierte bereits früh, dass die Partei mit ihrem Anliegen bei ihm auf offene Ohren stosse. An der kommenden Landsgemeinde liegt es nun in den Händen der Glarnerinnen und Glarner. Im kantonalen Tierschutz- und Tierseuchengesetz soll verankert werden, dass jeder Halter, der zum ersten Mal einen Hund besitzt, zwingend einen Kurs absolvieren muss.

Breite Zustimmung

Im Bulletin des Regierungsrats heisst es, dass die Ausbildungspflicht für Ersthundehalter in der Vernehmlassung bis auf eine Ausnahme breite Zustimmung gefunden habe. Dasselbe gilt im Übrigen für den Vorschlag zur Abschaffung der Bewilligungspflicht für Mehrhundehalter.

In der Stellungnahme des Regierungsrates heisst es weiter, dass dank der Fortschritte und den positiven Entwicklungen an den obligatorischen Ausbildungen mit Sachkundenachweis (SKN) festgehalten werden solle. In den Kantonen Bern, den beiden Basel, Tessin, Waadt, Wallis und auch Zürich gibt es die Pflicht für den Besuch eines Hunde-Erziehungskurses speziell für Ersthundehalter bereits. Lediglich die Bündner haben das bis anhin knapp abgelehnt.

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