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San Vittore stimmt über die Industriezone ab

San Vittore stimmt über die Industriezone ab

Nächsten Montag, 25. September, findet in San Vittore im unteren Misox die Gemeindeversammlung statt. Ein umstrittenes Thema steht auf der Traktandenliste: die Zukunft der Industriezone.

vor 3 Jahren in
Politik

Es ist die grösste vorhandene Landreserve für eine wirtschaftliche Entwicklung im Kanton: die Industriezone in San Vittore. Insgesamt handelt es sich um ein 360‘000 Quadratmeter grosses Areal. Das entspricht etwa 50 Fussballfeldern. Bis 1955 wurde die Fläche von der Schweizer Luftwaffe als Militärflugplatz genutzt. Heute ist etwa die Hälfte der Fläche von Unternehmen besetzt. Die andere Hälfte steht seit Jahren zur Diskussion.

Die Regierung plant eine Erweiterung …

Laut Regierungsprogramm soll die Industriezone um zusätzliche 185‘000 Quadratmeter erweitert werden. «San Vittore eignet sich zur Ansiedlung von Unternehmen mit hoher Wertschöpfung und hoher Arbeitsplatzdichte im Bereich Life Sciences, Medtech und anderer High-tech-Industrien», heisst es auf einem Flyer des Kantons.

So sehen die Pläne der Regierung für die Industriezone in San Vittore aus.
SÜDOSTSCHWEIZ

…die Gemeindepräsidentin ist aber dagegen

Diese Pläne gefallen Grossrätin und Gemeindepräsidentin Nicoletta Noi-Togni aber nicht. Sie kämpft seit mehreren Jahren gegen die Industrialisierung der Flugplatzzone. Laut Noi-Togni würde eine Erweiterung der Industriezone mehr Luftverschmutzung verursachen.

Nachdem sie im November des vergangenen Jahres als Gemeindepräsidentin gewählt wurde, stand für sie vor allem einen Punkt auf ihrer To-do-Liste: eine Abstimmung über die Industriezone zu organisieren.

Das hat sie geschafft. Am Montag, 25. September, wird die Gemeindeversammlung von San Vittore über die Zukunft der Industriezone abstimmen. «Es ist Zeit, Klarheit zu schaffen», sagt Noi-Togni auf Anfrage. Bis jetzt habe noch niemand die Bevölkerung gefragt, was sie wolle. Der ehemalige langjährige Gemeindevorstand von San Vittore hatte dem Souverän nie einen kommunalen Nutzungsplan für den Flugplatz vorgelegt.

Diese Abstimmung werde deshalb sowohl für die Gemeinde als auch für den Kanton als Indikator dienen, ist die Gemeindepräsidentin überzeugt.

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