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Janom Steiner will nicht in den Ständerat

Die Bündner Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner will nicht ins Bundeshaus. Das verrät sie in einem Interview mit der «Südostschweiz». Zudem stellt die Finanzdirektorin für 2017 ein positives Ergebnis in Aussicht, kündigt aber auch ein Sparprogramm an.

Olivier
Berger
16.09.17 - 05:48 Uhr
Politik
Barbara Janom Steiner Regierungsrätin
Nach der letzten Amtsperiode in der Bündner Regierung ist das Bundeshaus nicht der nächste Halt für Barbara Janom Steiner.
OLIVIA ITEM

Die Bündner Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner wird trotz ihrem Ausscheiden aus der Exekutive Ende 2018 im Jahr nicht für den Ständerat kandidieren. Die beiden amtierenden Bündner Ständeräte Stefan Engler und Martin Schmid würden in Bern gute Arbeit leisten, sagt die Finanzdirektorin im Interview mit der «Südostschweiz». «Es gibt für mich keinen Grund, gegen sie anzutreten.» Ändern könnte sich Janom Steiners Meinung einzig, wenn einer der beiden Ständeräte vor 2019 zurücktreten würde.

In jüngster Vergangenheit war über eine Ständeratskandidatur Janoms spekuliert worden. Auch Gerüchten, wonach sie 2019 für den Nationalrat kandidieren soll, erteilt Janom Steiner in dem Interview eine Absage. «Ich werde nicht auf der Nationalratsliste stehen», sagt sie ausdrücklich.

Schwarze Zahlen, aber….

Für das laufende Jahr rechnet die Bündner Finanzdirektorin mit einem positiven Ergebnis. Budgetiert worden war ein Defizit von rund 20 Millionen Franken. Auch für das kommende Jahr geht Janom Steiner von einem positiven Ergebnis aus. Danach werde die finanzielle Lage des Kantons aber schwieriger, warnt sie.

Sie werde dem Grossen Rat deshalb einen Vorschlag unterbreiten, «wie wir zu mehr Handlungsspielraum kommen». 

Schwerer Gang nach Bondo

In dem Interview spricht Janom Steiner auch über den Bergsturz in Bondo. Sie verrät, dass sie zwei Tage nach ihrem ersten Besuch ein weiteres Mal ins Katastrophengebiet gereist ist, um die Angehörigen der acht verschütteten Personen zu treffen. «Das waren sehr schwere Begegnungen.»

Olivier Berger wuchs in Fribourg, dem Zürcher Oberland und Liechtenstein auf. Seit rund 30 Jahren arbeitet er für die Medien in der Region, aktuell als stellvertretender Chefredaktor Online/Zeitung. Daneben moderiert er mehrmals jährlich die TV-Sendung «Südostschweiz Standpunkte». Mehr Infos

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