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Peter Peyer soll für die SP in die Regierung

Die SP Graubünden ging im Hinblick auf die Regierungswahlen 2018 neue Wege und suchte ihren Vertreter per öffentlicher Vorwahl. Nominiert wurde Peter Peyer aus Trin.

Südostschweiz
25.06.17 - 17:07 Uhr
Politik
Peter Peyer hat sich durchgesetzt und wird SP-Kandidat für die Regierungswahlen.
Peter Peyer hat sich durchgesetzt und wird SP-Kandidat für die Regierungswahlen.
MARCO HARTMANN

Am späten Sonntagnachmittag wurde im Churer Lokal Werkstatt bekannt gegeben, dass sich Peter Peyer in einem ungewöhnlichen Wahlverfahren gegen den Landquarter Andreas Thöny durchsetzen konnte. Er wurde mit  59,7 Prozent nominiert und geht damit 2018 für die Sozialdemokraten ins Rennen um einen Sitz in der Bündner Regierung.

Entschieden hat dies nicht wie gewöhnlich der Parteitag, sondern die Wählerinnen und Wähler. Rund 3200 Personen waren wahlberechtigt.  1000 von ihnen hatten sich vor der Wahl online für die Wahl registriert. Dies konnte jeder tun, der über 16 Jahre alt ist und in Graubünden lebt.

Es war die erste öffentliche Vorwahl in der Schweiz, teilte die Partei im Vorfeld mit. Bereits bis Dienstag hatten über 1200 Menschen abgestimmt. Das sind zehn Mal mehr als bei einem ordentlichen Parteitag teilnehmen und doppelt so viele wie die SP Graubünden an Mitgliedern zählt.

Am Sonntag gab die Partei nun bekannt, dass insgesamt 1454 gültige Wahlzettel abgegeben wurden. 868 Mal stand der Name Peter Peyer darauf und 586 Mal Andreas Thöny. Die Stimmbeteiligung lag damit bei  42 Prozent.

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Es war sicherlich eine gute Wahl, wenn sich die Mehrheit für Herrn Peter Peyer entschieden hat. Sicherlich hatte er einen gewissen "Amtsbonus", da er im grossen Rat tätig ist und aber auch dort so manchen - für Graubünden - wichtigen Vorstoss lancierte. Besonders positiv finde ich, dass man das "Partei-Volk" darüber entscheiden liess, was auch eine volksnahe SP zum Ausdruck bringen sollte.

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