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Protestler: «Ist die Strasse einmal gebaut, ist die Oase verbaut»

Heute ist in Waltensburg eine Protestaktion angekündigt. Die Beteiligten möchten sich damit gegen die Fusionspläne der Gemeinde und die damit einhergehende Verbindungsstrasse zu Brigels wehren.

Südostschweiz
02.06.17 - 23:30 Uhr
Politik
Die Initianten der Protestaktion befürchten, dass es mit der Idylle in Waltensburg bald zu Ende sein wird.
Die Initianten der Protestaktion befürchten, dass es mit der Idylle in Waltensburg bald zu Ende sein wird.
ARCHIVBILD

Mitte Mai ist an der Gemeindeversammlung in Waltensburg der «Fusions-Vertrag» vorgestellt worden. Er sieht unter anderem vor, dass zwischen Waltensburg und Brigels eine Verbindungsstrasse gebaut werden soll. Dieses Projekt kommt nicht bei allen gut an, denn für heute ist eine Protestaktion angekündigt.

Mit dabei auch der Waltensburger Gerald Benz, der gegenüber Radio Südostschweiz sagte, dass es so aussehe, als würde der Umfang der Strasse unnötig gross ausfallen und dass es im Vorfeld zu wenig Diskurs und Austausch gegeben habe. Die Gegner würden heute in der Hoffnung auf die Strasse gehen, dass das Thema nochmals aufgegriffen wird. «Wir hören gerne auch die anderen Seiten, aber vielleicht gibt es Leute, die auch unsere hören wollen», erklärt er.

Laut Benz befürchten die Gegner, die Verbindungstrasse werde so ausgebaut, dass sie zu einer Entlastungsstrasse für Brigels wird und es dadurch zu einer massiven Zunahme von Durchgangsverkehr für Waltensburg kommt. «Ist die Strasse einmal gebaut, ist die Oase verbaut», sagt er. Die Anwohner der Dorfstrasse in Waltensburg, Fussgänger und Feriengäste sowie die Menschen, die dadurch ihr Land verlieren, würden die Leidtragenden dieses Projekts sein.

Weiter führt er aus, dass die Gemeinde der Ansicht sei, dass es kein grösseres Verkehrsaufkommen geben wird, da die Strasse nicht doppelspurig gebaut werde und die Durchfahrt in Waltensburg sehr enge Passagen aufweise.

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Bergbahnen-Profit:
https://www.suedostschweiz.ch/zeitung/die-bergbahnen-sind-der-hauptprof…
Und dafür sollen Natur und Einwohner/Touristen leiden? Damit die Bergbahnen mehr verdienen - an immer schneeärmeren Wintern?
Das finde ich "verrückte Welt".
Mehr Verbrennungsmotoren, mehr Klimaschaden, weniger Schnee/Regen für Wintersport und WASSERKRAFT und Bergbäche, an denen sich Wanderer laben?
Dürre?
Sang nicht David Bowie "Ashes to Ashes"?

Bravo!
Liebe Protestierende, euer «Ist die Strasse einmal gebaut, ist die Oase verbaut» trifft es Hundertprozent! Dasselbe gilt für den SUPER-Text von Köbi Gantenbein (SO 3.6.2017 Seite 10) gegen die schlimme Heuschoberstandesinitiative.
Wenn das Unheil erst einmal gebaut ist, die infrastrukturellen Schleusen geöffnet wurden, ist das Verhängnis manifest und progredient.
Liebe Waltensburger, sagt NEIN zur Fusion Brigels/Verbindungsstrasse. Erhaltet euch eure KUL(NA)TUR für Einheimische und Touristen.
Blechlawinen gibt es weltweit und GR-weit schon viel zu viele, die Naturoasen werden immer rarer und kostbarer.
https://www.suedostschweiz.ch/panorama/2015-08-03/blechhaufen-klontal-e…
SO-Reto Furter "Authentizität und Echtheit" sind die Werte von GR, GRF will Natur und Ruhe vermarkten angeblich, aber was ich erlebe ist immer mehr Lärm und Abgase, also quasi jener Horror, der im Mittelland bzw. Grossstädten eh schon herrscht und vor dem diese Städter angeblich ins "schöne" GR flüchten sollen (jedenfalls lauten mehrere GRF-"Strategien"(hahaha)Kampagnen so).
Stattdessen am Laufmeter Staus (obwohl CH wohl dichtestes Strassennetz der Welt), Bau neuer Strassen, Umfahrungen, Tunnelungen, Autobahnanschlüsse (beispielsweise in Chur hört man immer wieder, es sollen zusätzliche zu den bestehenden ZWEI inkl. 40-Millionen-Kreisel, weitere werden). Aktuell Presseberichte in SALDO und BEOBACHTER, dass die Abgase chemischer und feinstaubiger (Stichwort: Nano) sind inzwischen, dadurch nicht mehr auf dem Körper rausgehen, sobald sie inkorporiert wurden, und ein Problem sind punkto Lungenkrankheiten wie COPD, Herz-/Kreislauf (Herzinfarkt, Schlaganfälle) und Krebs. Der Motorfahrzeugbestand CH jetzt um die sechs Millionen plus die vielen Non-Road-Fahrzeuge wie Rasenmäher, Baumaschinen, Pistenraupenfahrzeuge etc.
Klimawandel? Verhalten wir uns (nicht nur) auf den Strassen nicht wie Trump am Rednerpult?
Gesundheit? Wer soll die noch immens weitersteigenden Krankheitswesenkosten bezahlen, vom menschlichen Leiden ganz zu schweigen?

Mein Vorschlag: Mein Gesundheitspark GR.

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