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Schon wieder zwei Poststellen weniger

Das Sterben der Poststellen ist seit Jahren aktuell. Die neusten Schalter trifft es in Vals. Aus der Poststelle wird eine Agentur. Und: In Churwalden ist heute klar, wo die Agentur einzieht.

Südostschweiz
Mittwoch, 12. April 2017, 16:27 Uhr Vals und Churwalden betroffen
In Graubünden schliessen immer mehr Poststellen. SYMBOLBILD

Wie die Post am Mittwoch mitteilt, ist die Filiale in Vals seit Längerem nicht mehr rentabel. Die Nutzung liege seit mehreren Jahren auf einem tiefen Niveau und die Räumlichkeiten seien überdimensioniert und würden grösstenteils leer stehen.

 

Die Post habe bereits im Dezember 2015 erstmals mit der Gemeinde gesprochen und nach einer Lösung gesucht. Bisher konnte jedoch keine Einigung erzielt werden, da die Gemeinde auf eine Weiterführung der Poststelle beharrte, wie das Unternehmen weiter schreibt.

 

Nun habe die Post entschieden, dass aus der Poststelle eine Agentur werden soll. In der Schweiz existieren bereits mehr als 850 solcher Agenturen. So zum Beispiel auch in Falera, Felsberg, Vrin und Vignogn. In Vals soll die Agentur voraussichtlich in das Tourismusbüro Visit Vals einziehen. Jedoch müssten noch einige Punkte geklärt und der genaue Zeitplan festgelegt werden. Bis dahin bleibt in Vals noch alles beim Alten. Zu gegebener Zeit will die Post an einer Informationsveranstaltung über die weiteren Schritte informieren.

 

Entscheidung gefallen

 

In Churwalden weiss man bereits seit vergangenem Dezember, dass die Poststelle einer Agentur weichen muss. Nun ist klar, die Agentur zieht in die Coop-Verkaufsstelle ein, wie die Post erklärt.

 

Am 21. April um 19.30 Uhr findet im Gemeindesaal in Churwalden eine entsprechende Informationsveranstaltung statt. Die Schliessung ist per Ende August 2017 geplant.

 

Poststellenabbau

 

Schon Mitte Januar hatte «suedostschweiz.ch» über den Poststellenabbau in Graubünden berichtet. Damals lag uns eine Karte der gefährdeten Schalter exklusiv vor. Auch Vals und Churwalden waren damals vermerkt. Insgesamt soll es bis 2020 38 Poststellen an den Kragen gehen.

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