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Martin Stöckling hält sich bei Kesb ganz raus

Martin Stöckling, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, gibt das Kesb-Dossier ab. Er begründet dies mit seiner Befangenheit im Thema.

Südostschweiz
Freitag, 10. März 2017, 09:49 Uhr Rapperswil-Jona
Gibt Dossier ab: Martin Stöckling war als beratender Anwalt für die «ON» tätig.

 Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, gibt die politische und personelle Führungsverantwortung für die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Linth ab. Er bestätigt auf Anfrage einen Bericht der «Zürichsee-Zeitung». Neu ist «bis auf Weiteres» der nebenamtliche Stadtrat und Vize-Stadtpräsident Roland Manhart (CVP) für die Kesb zuständig.
Stöckling begründet dies mit seiner Befangenheit bei der Klage des Kesb-Chefs Walter Grob und der Stadt gegen die «Obersee Nachrichten». Er hatte die Zeitung 2015 als Anwalt bei der Berichterstattung zu zwei Fällen beraten. «Es war für mich immer klar, dass ich bei der Kesb-Klage in den Ausstand treten muss», so Stöckling.
Er sei nun zusammen mit dem Rat zum Entschluss gekommen, die politische und personelle Führung der Kesb «bis auf Weiteres» ganz abzugeben. Das mache Sinn. Denn: «Ich könnte beispielsweise in Sachen Kesb-Klage mit Walter Grob keine Rücksprache nehmen.»
Stöckling hat nichts mehr zu sagen
Mit dem Ausstand kann Stöckling auch keine Anträge mehr zum Thema stellen oder an den offiziellen Diskussionen während der Stadtratssitzungen teilnehmen, wie er erklärt. Diskussionen etwa darüber, ob die Klage aufrechterhalten werden soll. «Meine Meinung ist bekannt.» Er bezeichnete die Klage im Wahlkampf als «falsches Mittel». Es sei nun aber an den anderen Stadträten, darüber zu befinden.
Anders als Stöckling war Manhart bereits Teil der Behörde in alter Zusammensetzung, welche die Klage beschloss. Die Stadt wartet zurzeit auf die Klageantwort der ON, die gemäss Stöckling am 3. März beim Kreisgericht Sarganserland fällig war. (pb)

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