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Host City: St. Moritz will, Davos vielleicht, Chur winkt ab

Chur, Davos und St. Moritz werden bei einer Bündner Kandidatur als mögliche Host Citys genannt. Nun hat der Gemeindevorstand St. Moritz bereits beschlossen, sich als Host City zur Verfügung zu stellen. Davos reagiert etwas irritiert. Die Hauptstadt winkt ab.

Südostschweiz
Dienstag, 06. Dezember 2016, 17:30 Uhr Davos überrascht
St. Moritz will Host City der Olympischen Winterspiele 2026 werden. Bild Yanik Bürkli

Das Bündner Parlament hat heute Vormittag den Kandidaturprozess für Olympische Winterspiele 2026 nach einer langen Debatte durchgewunken. Im bisher bekannten Dossier sind Chur, Davos und St. Moritz als mögliche Host Citys angegeben.

Nun hat die Meldung des Regionaljournals Graubünden, dass der Gemeindevorstand von St. Moritz Host City sein will, für etwas Verwirrung gesorgt. Tarzisius Caviezel als Landammann von Davos zeigte sich ob dem Vorpreschen des St. Moritzer Gemeindepräsidenten Sigi Asprion leicht irritiert. Nicht überrascht zeigte sich Urs Marti, Stadtpräsident von Chur.

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Sigi Asprion, Gemeindepräsident von St. Moritz. Archivbild

Chur nicht Host City

«Ich will dem politischen Prozess in Davos nicht vorgreifen. Aber es ist denkbar, dass wir uns als Host City bewerben werden», sagte Caviezel auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Und weiter: «Ein offizielles Statement kann und will ich aber nicht abgeben». Caviezel will die Sache auch mit St. Moritz besprechen. Zunächst aber heute Nachmittag mit den Politkollegen in Davos.

Nicht vorstellen, als Host City aufzutreten, kann sich Marti. Er sehe Davos und St. Moritz in einer privilegierteren Lage, wie er auf Anfrage sagte. Chur wird bei Olympischen Spielen in Graubünden eine Rolle spielen. Welche, das sei aber noch zu definieren, so Marti. «Wir kennen weder die finanziellen noch die baulichen Voraussetzungen, die eine Host City mitbringen muss. Mit den heute vorliegenden Fakten ist schlicht kein Entschied möglich», so Marti weiter. (phw)

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