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Muss die «Femme de Vals» umziehen?

Das neuste Gerücht um den Turmbau zu Vals: Bauherr Remo Stoffel sucht einen neuen Standort, weil 
Coca-Cola keine Probebohrungen zulässt. Richtig so – oder eher doch nicht?

Südostschweiz
Mittwoch, 28. September 2016, 09:00 Uhr Stoffels Turm in Gefahr?
Zwischen diesen Häusern soll der Turm eigentlich entstehen. Archivbild Yanik Bürkli

von Pierina Hassler

Unternehmer Remo Stoffel sei auf der Suche nach einem neuen Grundstück, heisst es aus der Gerüchteküche. Denn irgendwo unter dem geplanten Valser Hotelturm liege die Mineralquelle St. Peter. Und Lizenznehmer Coca-Cola wolle nicht, dass die Bauarbeiten die Quellzone tangieren würden.

«Stimmt das so, Herr Stoffel, suchen Sie tatsächlich einen anderen, neuen Standort für das höchste Hotelgebäude der Welt?» – Er warte jetzt mal alle Bewilligungen respektive die Abstimmung ab, die es zwingend noch brauche, sagt Stoffel. «Deshalb will ich mich im Moment nicht zum Projekt äussern.»

Abstimmung im nächsten Jahr

Warten muss Stoffel schon eine ganze Weile. Im März 2015 präsentierte er seinen Turm in New York den Medien. Das Bauwerk des US-Architekten Thom Mayne soll 82 Stockwerke oder 381 Meter hoch werden. Kostenpunkt: 300 Millionen Franken.

Schon damals in New York war aber klar: Die Valserinnen und Valser entscheiden, ob der Turm von Pritzker-Preis-Gewinner Mayne je gebaut werden kann. Denn sie müssen einer Zonenplanänderung zustimmen. Und diese wichtige Abstimmung ist gerade auf nächstes Jahr vertagt worden.

Stoffel rechnete anfänglich mit einem Abstimmungstermin für das Jahr 2015. Als dies nicht klappte, erhoffte er sich eine Entscheidung für dieses Jahr. Und jetzt also 2017 – der Unternehmer muss den Zeitplan des Gesamtprojektes schon wieder anpassen. Denn auch Getränkemulti Coca-Cola hält sich mit den Bewilligungen für Probebohrungen zurück.

Und wenn die Valser nächstes Jahr Nein sagen zum Hotelturm? Schon vor gut zwei Jahren nahm Stoffel Stellung: Nach einem Nein würde man mit der Gemeinde zusammensitzen, um nach Alternativen zu suchen.Allerdings hätte man aber keine ausgereiften Ideen mehr. «Vom Projektstatus her gesehen, müssten wir wieder bei Punkt null anfangen.»

Übrigens: Gerüchtewiese hört man, dass Kanton und Gemeinde dem Projekt viel positiver gegenüberstehen als auch schon. Wenn aus einer Vision tatsächlich ein Turm wird, hat sich für Stoffel das Warten gelohnt.

 

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