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«Einer muss ja den moderaten Islam vertreten»

Der Glarner, Önder Günes, setzt sich für einen moderaten Islam in der Schweiz ein. Der Sprecher der Föderation der islamischen Dachorganisation der Schweiz (FIDS) wird in Zukunft mehr Medienpräsenz zeigen.

Südostschweiz
Montag, 01. Februar 2016, 10:31 Uhr Islam
Der in Glarus wohnhafte FIDES-Sprecher Önder Günes befürchtet, dass das Burka-Verbot im Glarnerland angenommen wird. Bild Brigitte Tiefenauer

Seit er sieben Jahre alt ist, wohnt Önder Günes im Glarnerland. Der gebürtige Türke fühlt sich im Glarnerland zu Hause.

«Kein Gramm Verständnis» zeigt Günes für die «pervertierte Ideologie» des IS. Er will einen moderaten Islam vertreten, der aber die muslimische Tradition deswegen nicht verraten darf. Günes fürchtet jedoch, dass der Antrag für ein Burka-Verbot zu einer grösseren Distanz zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen im Glarnerland führen wird. Auf Grund dessen möchte er den Islam vermehrt in den Medien vertreten.

Keine Radikalisierung in Glarner Moscheen

In den Glarner Moscheen sieht er aber keine Gefahr, dass sich einzelne Leute radikalisieren könnten. In der Moschee sei es wie im Glarnerland allgemein. «Man kennt sich», sagt Günes. Und man fühle neuen Leuten zuerst genau auf den Zahn, bevor man ihnen vertraue. (sdü)

Mehr über die Meinung von Önder Günes zu Muslimen in der Schweiz in der «Südostschweiz» von Montag, 1. Februar.

 

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