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Vision für Schloss Rapperswil wird gestutzt

Eine fixe statt jährlich wechselnde Ausstellungen und 60'000 statt 100'000 Besucher als jährliches Ziel – die Vision Steiner für das Schloss Rapperswil muss angepasst werden. Aus Sicht von Stadt und Ortsgemeinde Rapperswil-Jona sind die Kernanliegen damit trotzdem noch erfüllt.

Südostschweiz
Mittwoch, 25. November 2015, 14:30 Uhr Machbarkeitsabklärungen
Das Schloss Rapperswil soll neu inszeniert werden. Bild: Pascal Büsser

Das Schloss zu öffnen und der Bevölkerung die Möglichkeit geben, das «seine wechselhafte Geschichte auf eine lustvolle Art und Weise kennenzulernen»: Dieses Kernanliegen der Vision Steiner sei umsetzbar. Dies erklärten die Behörden von Rapperswil-Jona am Mittwoch als erste Resultate der Machbarkeitsabklärungen zu Steiners Schlossvision. 

Weniger Mauerdurchbrüche

Die Vision muss aber angepasst werden. Grund sind primär Rückmeldungen der kantonalen Denkmalpflege. Sie stellt sich zwar nicht gegen ein neu zu bauendes Scharnierstück, das zwischen Hauptgebäude und Gügelerturm die Besucherströme verteilen soll. Anstelle von vier ist jedoch nur ein Mauerdurchbruch möglich.

Diese Einschränkung beim Besucherstrom hat laut Planer Otto Steiner Auswirkungen auf das Betriebskonzept. Statt jährlich wechselnder soll es eine fixe Ausstellung geben. Inhalt: Die Geschichte des Schlosses. Entsprechend sinkt die erwartete jährliche Zuschauerzahl von 100'000 auf 60'000 Besucher. Allerdings sinke damit auch der jährliche Aufwand beträchtlich. Die 150-jährige Geschichte der Polen im Schloss soll in die Präsentation integriert werden. Für ein eigenes Museum steht aber unverändert kein Platz mehr zur Verfügung.

Zweistelliger Millionenbetrag

Die Kosten für die Bauinvestitionen wurden bisher auf 19 Millionen Franken, jene für die Grundausstattung und Inszenierung auf 5,9 Millionen Franken geschätzt. Diese Kosten würden sich durch die Anpassungen «voraussichtlich deutlich senken», heisst es seitens der Stadtbehörden.

Im Dezember beantragen Ortsgemeinde und Stadt der Bürgerschaft einen zweiten Kredit von je 100'000 Franken, um die Vision weiter zu konkretisieren und Forschungen zur Geschichte des Schlosses zu finanzieren. 2016 soll der Kreditantrag für den Projektierungswettbewerb folgen. Voraussichtlich 2021 soll das neue Schloss seine Tore öffnen. (pb)

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