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Sogar SP ist gegen den EU-Agrarfreihandel

Nicht nur Nationalratskandidaten der SVP sind gegen das EU-Agrarfreihandelsabkommen.

Südostschweiz
Freitag, 18. September 2015, 19:35 Uhr Bern

Wie stehen die Parteien zur aussenpolitischen Liberalisierung des Agrarfreihandels? Dies hat die Schweizerische Vereinigung «für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor», kurz Sals Schweiz, in Zusammenarbeit mit der Online-Wahlhilfe Smartvote ausgewertet. Die Resultate, die im «Schweizer Bauer» am Samstag veröffentlicht wurden, zeigen, dass nicht nur rechtskonservative Nationalratskandidaten gegen das geplante Agrarfreihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union sind.

Gemäss den Auswertungen lehnen Kandidaten der SVP, EDU, EVP, Grüne, BDP und CVP mehrheitlich ein solches Abkommen ab. Selbst in der SP findet sich eine Mehrheit, die dagegen oder eher dagegen stimmen würden. Lediglich Kandidaten der FDP und GLP sprachen sich mehrheitlich dafür aus. 

Gute Chancen für Ernährungssicherheits-Initiative

Die freihandelskritische Sals untersuchte ebenfalls, wie die Kandidaten zur Ernährungssicherheits-Initiative des Bauenverbands steht. Diese Volksinitiative fordert gesetzliche Massnahmen «gegen den Verlust von Kulturland einschliesslich der Sömmerungsfläche», sprich, stärkere Regulierungen statt Liberalisierung in der Agrarpolitik. Auch hier waren die Gegner vor allem in der FDP und GLP. (so)

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