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Sunethra Atugalpura: «Hier sind wir sicher!»

In ein fremdes Land flüchten und ein komplett neues Leben aufbauen - das mussten unsere Protagonisten, welche wir in «Integration Glarus» portraitieren. Die Vier zeigen euch einen Einblick in ihren Alltag, sprechen über den Neuanfang in der Schweiz und ihr heutiges Leben.

Südostschweiz
Freitag, 05. August 2016, 18:08 Uhr TV-Serie «Integration Glarus»

Sunethra Atugalpura war Journalistin bei einer unabhängigen Zeitung in Sri Lanka. Da ihr Mann Tamil ist und die Länder einen Konflikt hatten, wurde sie als Regierunskritikerin von der Regierung selbst unter die Lupe genommen. Und schliesslich verfolgt.

Aus diesem Grund ist die Singalesin mit ihrem Mann in die Schweiz geflüchtet. Hier lebt das Ehepaar nun seit acht Jahren, er arbeitet als Fotograf bei der Südostschweiz. Und die kleine Familie hat unterdessen zwei Kinder bekommen: «Wir sind hier sehr glücklich. Hier sind wir sicher!»


Samuel Hialu stammt aus Eritrea. Seit vier Jahren aber, hat er eine neue Heimat: die Schweiz.

Ein Leben lang musste er Militärdienst leisten, wie der heute 25-Jährige im Interview erklärt. Nun kann er sich etwas ganz anderem widmen: «Ich möchte mir hier etwas aufbauen, eine Lehre als Informatiker machen.»

Die Chancen für Hialu stehen nicht schlecht, denn im Moment darf er ein Praktikum bei Digital Glarus  absolvieren. Trotzdem hängt sein Herz an Eritrea: «Irgendwann möchte ich wieder zurück, zu stark ist das Heimweh.»


Raza Hussaini ist vor fünf Jahren aus Afghanistan in die Schweiz geflüchtet. «Die Flucht war schwierig. Überall Polizei. Wir hatten grosse Angst», erklärt der 23-Jährige. «Zudem war es sehr kalt - es war November und deshalb sehr kalt.»

Heute wohnt Hussaini alleine in einer kleinen Wohnung in Mollis und engagiert sich im Verein «Träffpunkt», welcher interkulturelle Kaffee-Nachmittage in Ennenda organisiert.

Er fühlt sich im Glarnerland zu Hause. Nur etwas fehlt ihm: «Ich hätte gerne einen Freundin.»


Kalsang Chuponpa kam 1973 als Flüchtling ins Glarnerland. Der Tibeter war damals ein Teenager und zu alt für die Schule aber auch zu jung, um zu arbeiten. «Ich blieb zwei Jahre lang zu Hause und lernte selber Deutsch.»

Heute - 43 Jahre danach - spricht Chuponpa gut Deutsch und arbeitet im Kantonsspital Glarus in der Wäscherei. Er ist im Kanton heimisch geworden.

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