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30 Jahre später

Auch heute noch sind die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl spürbar. Der Schweizer Verein «Tschernobyl Kinder» unterstützt Kinder und Jugendliche aus den betroffenen Regionen auf ihrem Lebensweg. «Lichtblicke sind wichtig», so Daniel Oberer, Präsident des Vereins.

Südostschweiz
Dienstag, 26. April 2016, 10:35 Uhr Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Es war der 26. April 1986, welcher die Leben von unzähligen Menschen veränderte. Innerhalb weniger Minuten gerieten tausende Familien in grösste Not, während der Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl explodierte. Im Umkreis von 30 Kilometern wurde eine Sperrzone errichtet und viele Familien mussten umgesiedelt werden.

Die Langzeitfolgen

Die Folgen der Nuklearkatastrophe sind auch 30 Jahre später noch spürbar. Die Siedlungen um Tschernobyl gleichen heute einer Geisterstadt. Vereinzelt seien Menschen zurück in ihre Häuser gezogen, dies aber ohne Wissen und erst recht ohne Bewilligung der Behörden.

Viele Menschen leiden heute noch psychisch unter den Nachwirkungen der Katastrophe, verfallen beispielsweise dem Alkoholismus und können sich nicht um ihre Kinder kümmern. An dieser Stelle kommt der Schweizer Verein «Tschernobyl Kinder» ins Spiel.

Hilfe in der Schweiz und vor Ort

Der Verein organisiert jährlich ein Kinderlager in der Schweiz und ist gleichzeitig mit Projekten vor Ort in dem Distrikt Lugini aktiv. Sowohl die Mitglieder als auch die Helfer arbeiten unentgeltlich. RSO-Reporterin Adrienne Krättli blickt mit dem Präsidenten der Organisation, Daniel Oberer, auf die letzten 13 Jahre Tätigkeit zurück.

 

 

Das nächste Sommerlager findet vom 19. Juli bis am 9. August statt. Weitere Informationen findet ihr hier.

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