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Der Ennetberger Gaden darf bleiben, bis seine Schutzwürdigkeit geklärt ist

Der Aufstand um den alten Stall in den Ennetbergen könnte diesen und weitere Gaden im Kanton vor dem Abbruch bewahren. Weil sich der Glarner Heimatschutz eingeschaltet hat, wird ihre Schutzwürdigkeit nun geklärt.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. März 2016, 17:44 Uhr Unterschriften für den Heimatschutz
Gnadenfrist: Bis Kanton, Gemeinden und der Heimatschutz sich auf eine Strategie im Umgang mit den alten Gaden geeinigt haben, darf der Stall in den Ennetbergen stehen bleiben. Bild Maya Rhyner

Drei Wochen ist es her, seit Angela Stüssi aus Glarus 270 Unterschriften bei der Gemeinde Glarus eingereicht hat. Mit der Bitte, den Abbruch des alten Gadens im Ennetberger Teufen abzuwenden. Vorausgegangen sind der Unterschriftensammlung eine Kampagne der Empörung von Monika Iten aus Ennenda via Facebook und in der «Südostschweiz» sowie diverse Leserbriefe. 

Heimatschutz bringt Abklärung ins Rollen

Der baufällige Stall mit dem «grossen emotionalen und seelischen Wert», wie Stüssi dem Gemeinderat schreibt, hat nicht nur die Gemüter derer erregt, die Kindheitserinnerungen mit dem Gaden verbinden oder ihn noch heute als Ort der Erholung nutzen. Auch der Glarner Heimatschutz hat sich per Verbandsbeschwerderecht eingeschaltet.

Im Gegensatz zur Unterschriftensammlung, laut Baupräsident Christian Büttiker «wie die übrigen Einsprachen eine gut gemeinte politische Aktion, aber baurrechtlich irrelevant», bekommt die Einsprache des Glarner Heimatschutzes mehr Aufmerksamkeit. Kanton und Gemeinden wollen jetzt die Schutzwürdigkeit der Glarner Gaden klären. (so)

Wie die beiden weiteren Gemeinden Glarus Nord und Glarus Süd mit dem Thema auseinandersetzten, in der «Südostschweiz», Ausgabe Glarus von Freitag.

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