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Mit «Genussbeiz.ch» Gesundheitskosten senken

Mit «Genussbeiz.ch» Gesundheitskosten senken

Das Gesundheitsamt Graubünden, GastroGraubünden und Hotelleriesuisse Graubünden lancieren eine neue Alkoholpräventions- und Gesundheitsförderungskampagne: «Gemeinsam für eine verantwortungsvolle Trinkkultur».

Südostschweiz
vor 5 Jahren in
Ereignisse
Das Sujet der Auszeichnung «Genussbeiz.ch». Pressebild

Kernstück der Kampagne ist die Auszeichnung «Genussbeiz.ch». Bündner Gastronomie- und Hotelleriebetriebe, die bei der Kampagne mitwirken und das Thema Alkohol am Arbeitsplatz professionell angehen, werden ausgezeichnet. Anforderung an die Betriebe ist eine Null-Promille-Regelung während der Arbeitszeit, heisst es in einer Mitteilung. Unter dem Leitsatz «Gemeinsam für eine verantwortungsvolle Trinkkultur» setzen teilnehmende Betriebe ein Zeichen für ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld. Die Betriebe müssen sich anmelden, dann erhalten sie die Auszeichnung «Genussbeiz.ch» in Form eines Aufklebers, welche sie im Eingangsbereich des Lokals und als Webgrafik zeigen können. Belohnt werden die Teilnehmer mit medialer Präsenz und einem attraktiven Teamanlass.

Alkoholkonsum am Arbeitsplatz
 
Studien des Bundesamtes für Gesundheit zeigen, dass jede fünfte Person in der Schweiz «risikoreich» Alkohol konsumiert, unter anderem auch am Arbeitsplatz. Missbräuchlicher Alkoholkonsum verursacht neben gesundheitlichen Schäden auch wirtschaftliche Einbussen von schweizweit 3,4 Milliarden Franken pro Jahr, dies durch kurzfristige Ausfälle, geringere Arbeitsleistung, Unfälle und Folge-Krankheiten. Als Hauptursache für den risikohaften Alkoholkonsum ist häufig Stress auszumachen. Deshalb konzentriert sich die Kampagne nicht nur auf den Konsum an sich, sondern liefert auch Entspannungs- und Genusstipps für den Alltag und informiert über die Beratungsangebote von Fachstellen.
 
Mit über 18'000 Beschäftigten in Graubünden hat die Gastronomie- und Hotelleriebranche eine ideale Grösse für die Kampagne. In den folgenden Jahren soll die Kampagne auf weitere Branchen ausgeweitet werden. (so)
 
 

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