«Blechhaufen Klöntal» erregt die Gemüter
So viele Autos wie heuer hätten die Klöntaler Strassen noch nie gesehen, meinen etliche Klöntal-Besucher. Der Hitzesommer und
der wachsende Rummel um das Bergtal lassen das Verkehrsproblem akuter erscheinen als in vorherigen Jahren. Und: Das neue
Parkplatzregime der Gemeinde wird nicht von allen verstanden.
So viele Autos wie heuer hätten die Klöntaler Strassen noch nie gesehen, meinen etliche Klöntal-Besucher. Der Hitzesommer und
der wachsende Rummel um das Bergtal lassen das Verkehrsproblem akuter erscheinen als in vorherigen Jahren. Und: Das neue
Parkplatzregime der Gemeinde wird nicht von allen verstanden.
Die Strasse ins Klöntal wird an schönen Wochenenden von einer engen Bergstrasse zur gefährlichen Slalomstrecke. Auf der Fahrt Richtung ersehnter Abkühlung kommen einem Dutzende Fahrzeuge entgegen. Die Ausweich- und Kreuzungsmanöver sind umso gefährlicher, wenn bergunerfahrene Fahrerinnen und Fahrer am Steuer sitzen.
Ist die Fahrt heil überstanden, so versperrt ein Haufen Blech die Sicht auf den See. Die Parkplätze beim Zeltplatz sind voll, der Damm ist voll, die Wiese beim Hotel «Rhodannenberg» ist voll, ebenso die Strasse Richtung Vorauen. Mittlerweile hat ein Bauer sogar seine Wiese links oberhalb des «Rhodannenberg» zum Parkieren zur Verfügung gestellt. Er verlangt die für Glarner Verhältnisse stolze Summe von 10 Franken pro Fahrzeug.
«So schlimm war es noch nie»
«So schlimm wie dieses Jahr war es noch nie», beschwert sich der Glarner Jürg Schiesser. Er wollte, endlich oben angekommen, an einem Plätzchen, «das sonst niemand kennt», den heissen Tag verbringen. «Dort war aber auch voll. Glarner, Zürcher, Aargauer, von allem war was dabei», sagt er. Schliesslich sei er auf den Urnerboden ausgewichen. Seine Forderung: «Eine Lösung muss her. Wir Glarner sollten immer zum See fahren können.»
Santo Costanza, Abteilungsleiter des Werkhofs, sieht die Lage nicht so prekär: «Die von der Gemeinde beauftragte Sicherheitsfirma regelt den Verkehr nach einer gewissen Abfolge», erklärt er. Zuerst würden die Parkplätze beim Campingplatz koordiniert gefüllt, und dann werde die Wiese beim «Rhodannenberg» besetzt, erst dann der Damm. «Die Gemeinde ist bemüht, genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen.»
Mehr in der «Südostschweiz» vom Montag (samt Pro und Kontra)
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