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Kraftwerk Russein: Ausbau abgeschlossen

Die Kraftwerk Russein AG hat am Donnerstag nach zweijähriger Bauzeit ihre erneuerten Produktionsanlagen in der Val Russein zwischen Disentis und Sumvitg eingeweiht. Insgesamt wurden rund 100 Millionen Franken investiert.

Südostschweiz
Donnerstag, 18. Juni 2015, 21:00 Uhr Disentis/Sumvitg
Die Staumauer Barcuns des Kraftwerks Russein – hier bei einer Besichtungung im Mai – wurde um fünf Meter erhöht. Bild jfp

Die Leistung des Kraftwerks sei mit dem Ausbau mehr als verdoppelt worden, schreibt das Energieunternehmen Axpo in einer Medienmitteilung. Die Axpo Hydro Surselva AG ist Mehrheitsaktionärin der Kraftwerk Russein AG; Minderheitsanteile gehören den Standortgemeinden Disentis und Sumvitg sowie dem Kanton Graubünden. Das Kraftwerk in der Val Russein werde in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Region leisten, so die Axpo.

Strom für 17 000 Haushalte

Konkret konnte die installierte Leistung von 11,6 auf 24,2 Megawatt gesteigert werden; die Jahresproduktion soll neu bei rund 67 Gigawattstunden liegen, was laut Mitteilung dem Konsum von etwa 17 000 Haushalten entspricht. Erreicht hat man die Steigerung einerseits durch eine Erhöhung der Staumauer in Barcuns um fünf Meter; dadurch hat das Nutzvolumen des Stausees von 115 000 auf 210 000 Kubikmeter zugenommen. Zudem wurde die bestehende, weitgehend oberirdisch verlegte Druckleitung durch eine unterirdische ersetzt, die einen doppelten Durchmesser aufweist. Schliesslich wurden in der Zentrale am Ende der Val Russein zwei neue Generatoren und Turbinen installiert.

Gesamthaft wurden für die Erneuerung und den Ausbau nach Angaben von Axpo rund 100 Millionen Franken investiert. (jfp)

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