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Wer nicht aufpasst, kann verlieren

Wer nicht aufpasst, kann verlieren

Conradin
Liesch
30.11.20 - 14:42 Uhr
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Kommentar
Die Teilrevision der Ortsplanung wird auch die Fraktion Saas betreffen.
Conradin

Die «Teilrevision der Ortsplanung Phase II» (siehe Amtliche Mitteilungen in der «Klosterser Zeitung» vom 6. November) könnte sich für einzelne Liegenschaftsbesitzer als Wolf im Schafspelz entpuppen. Eingehend informiert wird leider nicht.

Somit ist es dringend vonnöten, dass sich Liegenschaften- und Grundstücksbesitzer selber eingehend mit dieser
Materie befassen, denn sonst kann in ein paar Jahren ein böses Erwachen kommen. Bei dieser Revision werden nicht nur die Zonen bestimmt, sondern auch viele Bauten neu klassifiziert. Demnach dürfen Bauten, die künftig als «schützenswert» eingestuft sind, zu Zweitwohnungen umgebaut werden – eine willkommene Spielwiese für Spekulanten!

Auch bestimmte Zonen werden – ungeachtet der laufenden Prozesse – nach Gutdünken, so scheint es, präsentiert. So ist die «Alte Eisbahn» als Parkplatz definiert, obschon eine bis anhin – trotz abgelaufener Frist – nicht bearbeitete Initiative dort ein Parkhaus fordert. Dafür ist das «Casanna»-Areal bei «Phase II» schon  als «Parkhaus» definiert. Und bei der Zone «Obere Ganda» sind die Gebäudehöhen, nicht wie bei allen anderen Zonen, in Metern angeben, sondern in Metern über Meer. Hierunter kann man sich doch nur schwerlich etwas vorstellen – ein Schelm, der böses dabei denkt … – So kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit dieser Teilrevision grosse Schlaumeierei betrieben wird. Andererseits sind die Versuche offensichtlich, dass Versäumnisse der letzten Jahrzehnte elegant ausgebügelt werden, unter anderem in der längst fälligen Bereinigung des Baugesetzes.  Künftig kann beispielsweise ein Notwegrecht durch den Vorstand bestimmt werden.

Ist es nicht ein weiteres Informationsmanko seitens der Gemeindebehörden, dass man den Eigentümern zumutet, sich durch die immensen Datenmengen ohne jede Hilfe hindurch zu wühlen, sich selber kundig zu tun, und keine
Anstalten macht, um wirklich klar die Tragweite und Folgen dieser Teilrevision zu verdeutlichen?

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