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Adrian Jehli erster Präsident des Jungzüchtervereins Schafe/Ziegen Graubünden

Am 17. Februar wurde der Jungzüchterverein Schafe/Ziegen Graubünden (JZV S/Z GR) gegründet. Dieser Anlass fand am Plantahof statt. Adrian Jehli ist der erste Präsident dieses neuen Vereins. Vermutlich auch der erste Präsident schweizweit, da es bisher noch keinen Jungzüchterverein Schafe und Ziegen gab.

Dienstag, 21. Februar 2017, 14:51 Uhr

Eine Medienmitteilung des Jungzüchtervereins Schafe/Ziegen Graubünden

17 Jugendliche sind an der Gründungsversammlung vom 17. Februar im Jahr 2017 erschienen. Hoffen wir, die 17 bringe auch in Zukunft Glück. Weitere drei Leute haben sich noch schriftlich gemeldet, dass sie ebenfalls dabei sein möchten. Somit startet der ersten Jungzüchterverein Schafe/Ziegen mit 20 Mitgliedern im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Weitere sind natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Vorstandsmitglieder des Bündner Schafzuchtverbandes (SZV) und des Ziegenzuchtverbandes Graubünden (ZVGR) waren anwesend. Durch die Gründungsversammlung führte Hans Ueli Wehrli, Präsident ZVGR und Stefan Geissmann, Geschäftsführer ZVGR. Zu Beginn wurde nochmals auf die Idee eines solchen Vereins hingewiesen. Anschliessend wurden die Statuten durchberaten. Diese wurde im Vorfeld vorbereitet und den möglichen Teilnehmern zugestellt. An der Versammlung ging es nun darum, die verschiedenen Artikel zu besprechen. In verschiedenen Artikel gab es noch kleine Anpassungen. Das zeigt jetzt schon, wie aktiv diese jungen Leute sind. Zu guter Letzt konnten die Statuten durch die Versammlung einstimmig genehmigt werden.

Anschliessend standen Wahlen an. Im Vorfeld wurden möglich Kandidaten gesucht und angefragt. So konnten an der Versammlung sämtliche Sitze besetzt werden. Das Ziel war, dass von jeder Produktionsrichtung ein Vertreter im Verstand Einsitz nehmen soll. Dies ist fast gelungen. Leider fehlen zurzeit Jungzüchter der Milchschafe.

Erster Präsident wurde Adrian Jehli. Er ist 20 Jahre und zurzeit in der Rekrutenschule. Wohnhaft ist er in Arezen, wo seine Familie einen Betrieb mit Milchkühen und Capra Grigia hat. Als Vorstandsmitglied stellte sich Milena Deflorin aus Sumvitg zur Wahl. Sie befindet sich im dritten Lehrjahr der kaufmännischen Ausbildung bei einer Krankenkasse. Zu Hause halten und züchten sie Mutterschafe. Mit Carlo Rizzi aus Luzein nimmt ein weiterer Schafzüchter im Vorstand Einsitz. Er ist gelernter Landwirt und zurzeit als Betriebshelfer tätig. Franco Hassler, Maienfeld, züchtet Pfauenziegen und befindet sich in der zweiten Ausbildung zum Sanitärplaner. Leider nicht anwesend sein konnte Sandra Herger aus Sumvitg. Sie befindet sich im Kanton Uri in der landwirtschaftlichen Ausbildung. Ihr Familienbetrieb hält Milchvieh, Schafe und sie selber züchtet Burenziegen. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung wurden alle Vorstandmitglieder einstimmig gewählt und mit einem kräftigen Applaus in ihrem Amt willkommen geheissen.

Mit Florian Dörflinger aus Seewis und Martin Egli aus St. Antönien stellen sich zwei junge Landwirte als Revisoren zur Verfügung. Auch sie wurden einstimmig gewählt und mit einem kräftigen Applaus verdankt. Ihre Arbeit wird erst nach dem ersten Jahresabschluss gefragt werden.

Das Traktandum Mitgliederbeitrag gab einiges zu reden. Soll der Betrag möglichst tief gehalten werden, damit auch Lehrlinge dabei sein können? Oder muss versucht werden zu Beginn die Kasse zu füllen, damit der Verein auch genügend flüssige Mittel hat und damit etwas unternehmen kann? Schlussendlich wurde ein Kompromiss angestrebt. 40 Franken pro Mitglied und Jahr sollte für alle möglich sein.

Das Tätigkeitsprogramm kann der frischgewählte Vorstand selber zusammenstellen. Von Seiten der Organisatoren wurden verschiedene Vorschläge gemacht, was in diesem Jahr noch alles möglich wäre. Dabei geht es um Aufträge oder Arbeiten, welche Geld in die Kasse bringen. Doch auch der gemütliche Teil darf nicht fehlen. Dazu dürfen auch Events geplant werden. Wichtig ist vor allem, dass die Jungzüchter sich kennen lernen und gemeinsam entwickeln, wohin der Weg führen soll.

Als Startkapital konnten die beiden Verbände je 500 Franken stiften. Das ist nicht sehr viel, jedoch genug um einen guten Start zu haben. So kann der Kassier ab sofort ein Konto eröffnen, damit die ersten Zahlungen erfolgen können.

Zum Abschluss waren alle zu einem Apéro mit Schaf- und Ziegenprodukten du natürlich einem Bierchen eingeladen. Dabei wurde auf den ersten Jungzüchterverein Schafe/Ziegen Graubünden angestossen.

Ort:
7302 Landquart

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