FCRJ-Frauen scheiden aus und Wintersportler haben zu kämpfen – das war das Sportwochenende
Die Frauen des FC Rapperswil-Jona scheiden im Cup-Viertelfinal in Genf aus. Und die Wintersportlerinnen und -sportler kommen nicht in Fahrt. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
Die Frauen des FC Rapperswil-Jona scheiden im Cup-Viertelfinal in Genf aus. Und die Wintersportlerinnen und -sportler kommen nicht in Fahrt. So lief das Sportwochenende aus regionaler Sicht.
Fussball: Die FCRJ-Frauen kassieren Klatsche
Für die Frauen des FC Rapperswil-Jona endet das Cup-Abenteuer mit einer klaren Niederlage. Das Team von Trainer Gerold Bisig verlor am Sonntag auswärts beim Ligakrösus Servette Chênois gleich mit 0:5 und scheidet damit im Viertelfinal aus. Das Spiel begann bereits nicht gut für Rapperswil-Jona. Nach einem Doppelschlag der Genferin Gloria Marinelli in der 27. und 31. Minute sowie dem dritten Treffer der Gastgeberinnen durch Yenifer Gimenez (35.) war das Spiel eigentlich schon vorentschieden. Das vierte und fünfte Tor in der zweiten Halbzeit sorgten dann für einen deutlichen 5:0-Schlussstand für die Genferinnen, die damit in den Cup-Halbfinal einziehen. (mor)
Snowboard alpin: Caviezel verpasst erneut die Finalläufe
Auch das dritte Weltcuprennen der neuen Saison endete für die Uzner Alpin-Snowboarderin Ladina Caviezel mit einer Enttäuschung. Wie eine Woche davor bei den beiden Parallel-Riesenslaloms in China (Ränge 21 und 19) gelang es der 32-Jährigen auch am vergangenen Samstag bei jenem im italienischen Cortina d'Ampezzo nicht, sich für die Finalläufe der besten 16 zu qualifizieren. 69 Hundertstelsekunden fehlten ihr dazu. Als einzige Schweizerin schaffte es Julie Zogg in die Achtelfinals. Als 21. war Caviezel letztlich «nur» die viertbeste Schweizerin. Neben Zogg (11.) klassierten sich auch Flurina Bätschi (17.) und Xenia von Siebenthal (19.) vor der Uznerin.
Die Siege in Cortina d'Ampezzo gingen an den Italiener Aaron March und die Österreicherin Sabine Payer. Das nächste Weltcuprennen, erneut ein Parallel-Riesenslalom, findet bereits kommenden Donnerstag, 18. Dezember, in Carezza (ITA) statt, ehe zwei Tage später am Davoser Bolgen mit einem Parallel-Slalom der erste Schweizer Weltcupanlass der Saison durchgeführt wird. (su)
Tischtennis: Rosenstädter verlieren zweimal knapp
Die erste Mannschaft des Tischtennisclubs Rapperswil-Jona bestritt am Wochenende eine Doppelrunde. Der Gegner hiess beide Male Young Stars ZH. Und auch der Ausgang war zweimal gleich: Die Rosenstädter mussten sich geschlagen geben. Am Samstag unterlagen sie auswärts mit 4:6, am Sonntag zu Hause mit 3:6. Erfolgreichster Spieler des TTCRJ war Kirill Fadeev. Der Deutsche gewann an beiden Tagen zwei seiner drei Einzel. Im Doppel konnte aber auch er nichts ausrichten. Am Samstag verlor er an der Seite von Denis Bernhard (1:3), am Sonntag zusammen mit Martin Guman (0:3), der am Wochenende drei seiner sechs Einzel gewann.
Während die Young Stars in der Tabelle vom vierten auf den zweiten Rang vorrückten, wurde Rapperswil-Jona von Rio-Star Muttenz vom fünften auf den sechsten Platz verdrängt.
Volleyball: Joner holen sich einen Pflichtsieg
Gegen Schlusslicht Colombier war ein Sieg für die NLA-Volleyballer des TSV Jona Pflicht. Vor heimischem Publikum in der Grünfeld-Halle gaben die Joner zwar den zweiten Satz ab, mussten aber nie um den Sieg bangen. Nach komfortabel gewonnenem Startsatz (25:17) waren die Joner im zweiten Durchgang nicht mehr ganz so zwingend in ihren Aktionen. Das Verhältnis von sieben zu einem Blockpunkt in diesem Satz zugunsten der Neuenburger spricht Bände.
Nach dem Satzausgleich (17:25) steigerte sich die Joner Equipe wieder, konnte den Gegner aber nicht nennenswert distanzieren. Das Heimteam machte sich dann den Gefallen, gleich den ersten Satzball zum 25:23 zu verwerten und so die Hoffnungen Colombiers auf einen weiteren Satzgewinn zunichtezumachen. Mit 25:17 im vierten Durchgang setzte sich der TSV Jona wieder klar durch und sicherte sich die drei Pflichtpunkte gegen einen unbequemen Gegner. Weil gleichzeitig Amriswil und Genf sich die Punkte teilten (3:2 für Amriswil), steht der TSV Jona vor der letzten Runde in diesem Kalenderjahr auf dem dritten Tabellenrang. (bom)
Freestyle: Scherrer scheitert bei Comeback in der Qualifikation
Snowboarder Jan Scherrer hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Der in Rapperswil-Jona wohnhafte Toggenburger bestritt nach einer komplizierten Verletzung eineinhalb Jahre keinen Wettkampf mehr und dachte gar an einen Rücktritt: «Noch im Juni wusste ich nicht, ob ich je wieder eine Halfpipe befahren werde», sagte er gegenüber unserer Zeitung. Doch er hat es getan: Letzte Woche kehrte Scherrer im chinesischen Secret Garden in den Weltcup zurück. Zwar verpasste er im ersten Wettkampf nach fast zwei Jahren die Qualifikation als 16. knapp. «Für mich war es dennoch ein Erfolg. Und ich weiss, dass ich noch in sehr vielen Bereichen die Möglichkeit habe, mich zu verbessern.» Scherrer bleibt also zuversichtlich, dass er im Februar an den Olympischen Spielen in Italien im Final wird stehen können. (mor)
Snowboardcross: Achtelfinal bedeutet für Jud Endstation
Im italienischen Breuil-Cervinia wurde am Samstag die Weltcup-Saison im Snowboardcross eröffnet. Der Uzner Valerio Jud klassierte sich als zweitbester Schweizer hinter Kalle Koblet (9.) im 27. Rang. In der Qualifikation fuhr der 23-Jährige solide. Als 18. gelang ihm bereits im ersten Lauf den Sprung in die Finalläufe der besten 32. Im Achtelfinal schaffte er es dann aber nicht ins Ziel und musste somit die Segel streichen.
Tags darauf im Mixed-Team-Event erreichte Jud zusammen mit dem Berner Supertalent Noemie Wiedmer als «Schweiz II» den Halbfinal. Dort reichte es dann aber «nur» in den kleinen Final – Rang 7 schaute für Wiedmer/Jud am Ende heraus. «Schweiz I» mit Siegenthaler und Koblet flog bereits im Viertelfinal raus.
Um es an die Olympischen Spiele zu schaffen, muss sich Jud in den beiden Rennen in China Mitte Januar steigern, sprich, er muss entweder einmal in die Top 8 oder zweimal in die Top 20 fahren. (su)
Skispringen: Wasser verpasst den zweiten Durchgang doppelt
Die Benkner Skispringerin Celina Wasser stand am Wochenende im Intercontinental Cup in Norwegen im Einsatz. Die 19-Jährige verpasste in beiden Wettkämpfen von der Normalschanze den zweiten Durchgang knappestmöglich als 31. Fehlten ihr im ersten Springen vier Punkte auf den Cut, war es im zweiten nur gerade einer. (mor)
Eishockey: Lakers Ladies unterliegen Lausanne
Die Frauen der Rapperswil-Jona Lakers traten am Wochenende als Aussenseiterinnen gegen den Tabellenzweiten aus Lausanne an. Das Team von Trainer Reto Klaus behielt dabei keine Punkte im heimischen Lido. Im ersten Drittel gerieten die Rapperswil-Jonerinnen in Rückstand und mussten im Mitteldrittel zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Auch im Schlussdrittel konnten sie nicht mehr auf den Rückstand reagieren und kassierten gar noch das 0:4. In der Tabelle liegen die Lakers Ladies auf Rang 7, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt aber nur noch zwei Punkte. (mor)
Radquer: Starker Auftritt von Kuhn beim Weltcup in Namur
Beim schweren Weltcup-Rennen in Namur zeigte Kevin Kuhn eine kämpferische Leistung auf einem extrem anspruchsvollen Parcours mit zahlreichen Höhenmetern, technischen Passagen und rutschigen Bedingungen. Trotz eines schwierigen Starts und eines platten Reifens fuhr der VC-Eschenbach-Athlet ein starkes Rennen und bestätigte seine sehr gute Form.
Für Kuhn wurde das Rennen zu einer Achterbahnfahrt. Bereits der Start verlief alles andere als optimal: Kuhn kam nicht gut weg, geriet früh ins Gerangel und wurde auf einer schmalen Brücke ausgebremst. Nach der ersten Runde fand er sich lediglich auf den Positionen 35 bis 40 wieder.
Davon liess sich der Fahrer des VC Eschenbach jedoch nicht entmutigen. So arbeitete er sich kontinuierlich nach vorne. Die Aufholjagd verlief erfolgreich. Ein unglücklicher Plattenreifen brachte ihn jedoch erneut um eine bessere Ausgangslage. Der damit verbundene Zeitverlust zwang ihn zu einer sehr intensiven Fahrweise, was die zweite Rennhälfte extrem kräftezehrend machte. Dennoch zeigte er Kampfgeist und konnte im weiteren Rennverlauf nochmals mehrere Positionen gutmachen.
Bis zum Schluss blieb das Rennen eng umkämpft. Die schwierigen Streckenverhältnisse forderten ihren Tribut, Kuhn hielt jedoch durch und brachte das Rennen solide zu Ende. Am Ende resultierte Rang 18 mit einem Rückstand von 2:18 Minuten. Ein Ergebnis, das die gezeigte Leistung nur bedingt widerspiegelt – die Zufriedenheit überwiegt dennoch: «Das Resultat zeigt nicht ganz, wie gut ich gefahren bin, aber ich bin sehr zufrieden. Ich fühle mich gut und meine Form stimmt.» An der Spitze setzte sich Mathieu van der Poel durch und sicherte sich den Sieg. Dahinter folgten Thibau Nys, der neun Sekunden zurücklag, sowie Michael Vanthourenhout mit einem Rückstand von elf Sekunden. (eing)
Faustball: Jonerinnen holen zum Jahresabschluss zwei Siege
In der letzten NLA-Runde der Faustballerinnen im Jahr 2025 kann Jona in der Tabelle Boden gutmachen. Weil die bisher souveränen Leaderinnen Elgg-Ettenhausen gegen Kreuzlingen erstmals in dieser Hallensaison verloren, liegt Jona dank zwei souveränen Siegen gegen Kreuzlingen (3:1) und Diepoldsau (3:0) in der Tabelle nun gleichauf mit Kreuzlingen auf Rang 2. Der Rückstand auf die Elggerinnen beträgt nur noch zwei Punkte. Die Joner Faustballerinnen dürfen somit einen gelungenen Jahresabschluss feiern und werden immer mehr zu heissen Kandidatinnen für den Schweizer Meistertitel. (mor)
Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos
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