Break in Spiel 5: Die Rapperswil-Jona Lakers erarbeiten sich zwei Halbfinalpucks
Die SCRJ Lakers zeigen im fünften Spiel des Play-off-Viertelfinals gegen Fribourg eine starke Leistung und gewinnen auswärts mit 2:1. Damit haben sie nun zwei Chancen, in den Halbfinal einzuziehen.
Die SCRJ Lakers zeigen im fünften Spiel des Play-off-Viertelfinals gegen Fribourg eine starke Leistung und gewinnen auswärts mit 2:1. Damit haben sie nun zwei Chancen, in den Halbfinal einzuziehen.
von Lars Morger
So manch einer dürfte sich an diesem Samstagabend in der mit 9372 Fans ausverkauften Freiburger BCF-Arena verwundert die Augen gerieben haben. Sind da wirklich dieselben beiden Mannschaften am Werk wie in den letzten beiden Duellen am Donnerstag und Dienstag? Denn im fünften Spiel der Play-off-Viertelfinalserie zwischen Fribourg-Gottéron und den Rapperswil-Jona Lakers waren die Rollen wie vertauscht. Hier die Lakers, die ohne die verletzten Tanner Fritz und Luca Capaul antreten müssen, ein fast perfektes Spiel abliefern und besonders in den ersten beiden Dritteln die bessere Mannschaft sind. Da die Gastgeber, die das gewonnene Momentum mit zwei Siegen in Serie nicht für sich nutzen können und über weite Strecken harmlos auftreten.
Erst in den letzten 15 Minuten zeigen sich die Freiburger etwas aktiver. Doch da sind sie auch unter Zugzwang. Denn kurz zuvor hat Jonas Taibel mit einem Ablenker nach einem Schuss von Mika Henauer die Rosenstädter mit 2:1 in Front und damit auf die Siegesstrasse gebracht. Auch wenn die Freiburger gute Chancen verzeichnen und auch noch einmal Powerplay spielen dürfen, halten die Lakers mit dem erneut starken Rückhalt Melvin Nyffeler dicht und bringen den Vorsprung über die Zeit.
Lakers spielen wieder ihr Spiel
Die Lakers hätten die Distanz in diesem Spiel auch schon früher legen können. In den ersten beiden Abschnitten müssen sie sich vorwerfen, zu wenig aus den Freiburger Geschenken gemacht zu haben. Dreimal können die Rosenstädter alleine auf Reto Berra losziehen, dreimal landet der Puck nicht im Netz. Sowohl Jonas Taibel als auch Tyler Moy und Valentin Hofer scheitern am Freiburger Schlussmann Reto Berra. Auch im Powerplay sind die Lakers erneut zu harmlos. Als sie zu Beginn des Schlussdrittels fast vier Minuten mit einem Mann mehr antreten, bringen sie nur einen Schuss aufs gegnerische Tor.
Insgesamt kehren die Lakers an diesem Samstagabend aber zu jenem Spiel zurück, mit dem sie die ersten beiden Partien gewonnen haben. Sie verteidigen den Slot wieder gut, bringen wieder viel mehr Pucks aufs gegnerische Tor und drücken dem Gegner wieder ihr physisches Spiel auf. In der 9. Minute bringt Victor Rask die Rosenstädter in Führung. Er muss auf Zuspiel von Malte Strömwall nur noch ins leere Tor einschieben. Gottéron gleicht dann 114 Sekunden vor der ersten Pause durch Lucas Wallmark aus, just in dem Moment, in dem eine unnötige Strafe gegen Sandro Zangger abläuft.
Rapperswil-Jona am Montag ohne Larsson?
Einziger Wermutstropfen aus diesem Erfolg: Im Schlussdrittel verlieren die Lakers ihren besten Verteidiger Jacob Larsson, weil dieser nach einer kassierten Strafe den Linienrichter leicht schubst und dafür unter die Dusche muss. Diese Aktion dürfte für den Schweden noch ein Nachspiel haben, zumindest das sechste Spiel dürfte er verpassen. Das ist am Schluss aber nur eine Randnotiz. Der gefeierte Mann bei Rapperswil-Jona ist Taibel dank seines entscheidenden Tors. Die Lakers führen nun in der Best-of-7-Serie mit 3:2 und können am Montagabend im heimischen Lido das Halbfinale mit Meister Davos perfekt machen.
Fribourg-Gottéron – Rapperswil-Jona Lakers 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)
9372 Zuschauende (ausverkauft). – SR: Stolc (SVK)/Dipietro, Urfer/Gnemmi.
Tore: 9. Rask (Strömwall) 0:1. 19. Wallmark (Rau, Borgström) 1:1. 45. Taibel (Henauer, Zangger) 1:2.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 6-mal 2 Minuten plus Spieldauer (Larsson) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Rau, Wallmark, De la Rose; Bertschy, Borgström, Dorthe; Sprunger, Walser, Marchon; Nicolet, Reber, Gerber; Rod.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Henauer, Larsson; Dufner, Jelovac; Kellenberger; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Moy, Maillet, Jensen; Hofer, Albrecht, Dünner; Lindemann.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ab 58:25 ohne Torhüter.
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