Das Frauenteam der SCRJ Lakers als grosse Ausnahme – so lief das Sportwochenende
Ob Fussball, Faustball, Volleyball, Unihockey oder Tischtennis: Die Teams aus der Region taten sich am Wochenende schwer. Ein Erfolgserlebnis gab es nur im Eishockey – und in einem Einzelsport.
Ob Fussball, Faustball, Volleyball, Unihockey oder Tischtennis: Die Teams aus der Region taten sich am Wochenende schwer. Ein Erfolgserlebnis gab es nur im Eishockey – und in einem Einzelsport.
Eishockey: Lakers Ladies im Cup weiter
Die Frauen der Rapperswil-Jona Lakers stehen im National Cup in der vierten Runde, respektive im Achtelfinal. Das Team von Trainer Reto Klaus gewann am Samstag auswärts beim ebenfalls in der SWHL B aktiven Thun mit 6:3. Kurz nach Beginn des zweiten Drittels gerieten die Lakers noch mit 2:3 ins Hintertreffen, zogen das Spiel aber noch im Mittelabschnitt mit drei Toren auf ihre Seite. Nach 43 Minuten machte Rapperswil-Jona mit dem sechsten Tor den Deckel drauf.
Am Sonntag standen die Rosenstädterinnen dann in der Meisterschaft im Einsatz. Gegen Bassersdorf resultierte aber eine knappe Niederlage. Nach einem munteren Hin und Her mit vier Toren auf beiden Seiten und einer ergebnislosen Verlängerung musste das Penaltyschiessen über den Sieg entscheiden. Während Lara Klaus als einzige Rapperswil-Jonerin traf, erzielten die Bassersdorferinnen zwei Tore und holten sich damit den Zusatzpunkt. In der Tabelle schlossen die achtplatzierten Zürcher Unterländerinnen zu den Tabellenfünften Lakers auf und haben nur noch zwei Punkte Rückstand. (mor)
Faustball: Joner starten mit zwei Niederlagen
Am vergangenen Samstag startete die neue NLA-Hallensaison der Faustballer. Für den TSV Jona war dies keine einfache Aufgabe zum Start. Zum einen waren die Gegner zwei der drei meistgenannten Titelfavoriten und zum anderen musste Jonas Trainer Stefan Helbling auf einige Spieler verzichten. Das junge Joner Team kämpfte nach Kräften, verlor aber dennoch beide Partien klar mit 0:3 Sätzen.
Zum Saisonauftakt traf Jona in Aadorf zuerst auf Diepoldsau-Schmitter. Die Rheintaler zeigten von Beginn weg, weshalb sie zu den Topfavoriten gehören. Obwohl die Joner gut in die Partie starteten und sich mutig präsentierten, mussten sie bereits im ersten Satz ein 7:11 hinnehmen. Auch im zweiten Durchgang bot Jona lange Gegenwehr, blieb aber in den entscheidenden Momenten hinter dem Gegner zurück – erneut 6:11. Im dritten Satz gelang es den jungen Jonern nicht mehr, die starke Defensive und das präzise Angriffsspiel der Diepoldsauer entscheidend zu durchbrechen. Mit 3:11 ging auch dieser Satz klar an den Favoriten – womit die erste Partie aus Joner Sicht mit 0:3 endete.
Im zweiten Spiel traf Jona auf Elgg-Ettenhausen, den nächsten Topfavoriten. Obwohl die Joner phasenweise gut mithielten, ging der erste Satz mit 6:11 verloren. Auch im zweiten Durchgang setzte sich die starke Offensive des Gegners klar durch (2:11). Im dritten Satz zeigte Jona nochmals gute Aktionen, musste sich aber der Routine von Elgg-Ettenhausen mit 6:11 geschlagen geben – das zweite 0:3 des Tages.
Die nächste Chance, die ersten Punkte der neuen Hallensaison einzufahren, bietet sich den Jonern in zwei Wochen, dann gegen Gegner aus dem hinteren Tabellenbereich. Vor allem die Partie gegen Wigoltingen wird dabei entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein. Das Positive: Die Joner werden dann wieder auf alle Spieler zurückgreifen können, zudem wird auch der Heimvorteil auf ihrer Seite sein. (jma)
Fussball: Lauter Niederlagen für Teams aus der Region
Cup-Qualifikation 2. Liga interregional, 2. Runde
Das Fanionteam des FC Weesen hat sein letztes Spiel dieses Jahres verloren. In der ligainternen Qualifikation für den Schweizer Cup unterlagen die Gasterländer am Samstag auswärts dem FC Liestal mit 1:3. Dabei hatte die Partie ziemlich optimal für sie begonnen: Bereits in der 4. Minute gelang Rudolf Bilas der Führungstreffer für die Gäste. Kurz vor der Pause gelang dem Heimteam aber der Ausgleich – und in der zweiten Halbzeit mit zwei weiteren Treffern der Einzug in die letzte Qualifikationsrunde. Die Weesner dürften die Niederlage aber verschmerzen können. Ihr Fokus liegt klar auf der Meisterschaft. Und dort sind sie zur Winterpause als Leader auf Aufstiegskurs. (su)
Frauen, Women's Super League
Rapperswil-Jona ist mit einer Niederlage in die Rückrunde gestartet. Gegen den Tabellenzweiten GC zogen die Rosenstädterinnen am Samstag im heimischen Grünfeld mit 1:3 den Kürzeren. Matchwinnerin der Zürcherinnen war Nicole Arcangeli. Mit einem Doppelpack (3./39.) brachte sie die Gäste bis zur Pause mit 2:0 in Führung. In der 77. Minute erhöhte Marta Cazalla Garcia auf 3:0. Alle GC-Treffer wurden per Kopfball erzielt, die ersten beiden nach Flankenbällen, der dritte nach einem Eckball. Das späte 1:3 von Paige Bailey Gayle (89.), geschossen nach einem langen Ball in die Spitze, war nicht mehr als Resultatkosmetik. «Kleine Details haben heute den Unterschied gemacht», analysierte FCRJ-Offensivspielerin Adelisa Hafizovic hinterher. Und weiter: «Das frühe 0:1 war unglücklich. Danach haben wir aber gut in die Partie hineingefunden und gezeigt, welche Fortschritte wir gemacht haben – beim Ballhalten, mit dem Ball am Fuss. Wir haben phasenweise dominiert. Es wäre viel mehr dringelegen, aber der Sport ist manchmal undankbar.»
Während GC damit Leader Servette auf den Fersen bleibt, blieben die Rapperswil-Jonerinnen auf ihren acht Zählern sitzen. Da auch das punktgleiche Luzern (8. Rang), Aarau (9.) und das Schlusslicht Thun (10.) verloren, sind sie weiterhin auf Platz 7 klassiert – und damit auf Kurs Richtung erstmalige Play-off-Teilnahme. Weiter geht das Programm für die FCRJ-Frauen am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim FC Basel (5.), gegen den sie Anfang September im Hinspiel mit einem 2:0-Heimsieg eine Überraschung geschafft hatten. (su)
Frauen, 1. Liga, Gruppe 2
Die Eschenbacherinnen haben sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet. Am Lago Maggiore unterlagen sie am Samstag Tabellenführer Gambarogno mit 0:3. Die Tessinerinnen führten bereits nach der ersten Viertelstunde mit 2:0; der zweite Treffer war per Elfmeter erzielt. Das dritte Tor fiel in der Schlussphase (82.). Für Eschenbach war es im elften Spiel die dritte Niederlage. Mit 18 Punkten überwintert das Team von Trainer Antonio Scarano im vorderen Mittelfeld (Rang 5), mit lediglich drei Zählern Rückstand auf den Tabellenzweiten Schwyz. (su)
Radquer: Kevin Kuhn erreicht in Belgien die Ränge 17 und 10
Radquerprofi Kevin Kuhn vom VC Eschenbach absolvierte am Wochenende ein intensives Doppelprogramm in Belgien. Am Samstag fuhr er im Rahmen der Superprestige-Serie in Marksplas. Die Strecke war schnell, gleichzeitig aber durch rutschige Passagen und technische Schlüsselstellen eine echte Herausforderung. Kuhn fand sich aber gut zurecht und zeigte ein konstantes Rennen, auch wenn nicht alles perfekt zusammenlief. Mit 1:41 Minuten Rückstand auf den siegreichen Niederländer Joris Nieuwenhuis erreichte der Schweizer Meister das Ziel als 17. Eine Leistung, die er selbst pragmatisch einordnete: «Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Resultat. Aber der Abstand zur Spitze war gering. Es war okay.»
Am Sonntag stand mit dem Flandriencross in Hamme für Kuhn bereits das nächste harte Rennen an. Und diesmal fand der 27-Jährige deutlich besser in den Rhythmus. Aufgrund der matschigen, rutschigen Strecke war er erstmals auf Schlammreifen unterwegs und fühlte sich sichtlich wohl. «Ich hatte einen guten Start und war vorne dabei. Fehler haben alle gemacht, auch ich. Leider kam noch ein nicht selbst verschuldeter Sturz dazu – aber mit dem Resultat bin ich grundsätzlich zufrieden», bilanzierte Kuhn, der trotz besagten Zwischenfalls noch den starken zehnten Rang erreichte; mit 1:44 Minuten Rückstand auf Sieger Thibau Nys aus Belgien.
Nach dem intensiven belgischen Rennwochenende richtet Kuhn den Blick bereits nach vorne. Am kommenden Wochenende steht im tschechischen Tabor der Weltcup-Auftakt an. Dort möchte der VC-Eschenbach-Athlet seine gute Form bestätigen. (vce/red)
Radquer: Jana Glaus fährt in Aigle in die Top Ten
Im Jahr 2019 lud Aigle zum letzten Mal zu internationalen Cyclocross-Wettkämpfen ein. Am Wochenende kehrte das Rennen nun zurück – und somit auch die Swiss-Cyclocross-Serie in die Romandie.
Auch die Athletinnen und Athleten des Veloclubs Eschenbach waren zahlreich am Start und kämpften um gute Platzierungen auf dem Rundkurs rund um das «Centre Mondial du Cyclisme», dem Hauptsitz des Radsport-Weltverbandes UCI. Für das Highlight war Jana Glaus besorgt. Die 20-Jährige aus Schänis fühlte sich auf der abwechslungsreichen Strecke von Anfang an wohl und belegte im sehr gut besetzten Feld der Elite-Frauen schliesslich Rang 10. Das Podest war ganz in italienischer Hand: Rebecca Gariboldi gewann vor ihren Landsfrauen Carlotta Borello und Lucia Bramati.
Bei den Elite-Herren setzte sich der Franzose Theo Thomas vor den Schweizern Loris Rouiller und Lars Sommer durch. Für das Team Tower-Sports-VC-Eschenbach erreichten Mike Frischknecht und Thierry Gafner die Ränge 20 und 26. Frischknecht kam nicht sofort in die Pedale und verlor so schon beim Start einige Positionen. Dann konnte er aber «Runde für Runde schneller fahren» und bilanzierte: «Als einer der jüngsten Fahrer im Feld darf ich sehr zufrieden sein mit meiner Leistung.» Gafner hingegen fand nie wirklich ins Rennen. Er erwischte schlicht nicht den besten Tag. (vce/red)
Tischtennis: Rapperswil-Jona verliert zweimal deutlich
Mit ZZ-Lancy und Carouge warteten in der Doppelrunde vom Wochenende in der höchsten Liga zwei starke Teams auf die Equipe des TTC Rapperswil-Jona, und das erst noch mit Heimvorteil auf ihrer Seite. Die Rosenstädter kehrten dann auch ohne Punkte für die Tabelle aus der Westschweiz nach Hause zurück. Gegen den Tabellenzweiten ZZ-Lancy resultierte eine 1:6-Niederlage. Einzig Denis Bernhard gelang es, ein Duell zu gewinnen. Er setzte sich mit 11:7, 9:11, 11:9 und 11:7 gegen den leicht besser klassierten Abishek Vepa durch. In Carouge musste dann auch der Teamleader der Rapperswil-Joner stets als Verlierer vom Tisch – weshalb es eine 0:6-Klatsche absetzte. Weil auch die Tabellennachbarn leer ausgingen, blieb es für den TTRJ bei Zwischenrang 5 in der Swiss Table Tennis League.
Unihockey: Enttäuschende Doppelrunde für die Flames
Das Erstliga-Team der Jona-Uznach Flames bestritt am Wochenende zwei anspruchsvolle Partien. Am Samstag trafen sie auswärts auf Tabellenführer Bülach. Das grosse Thema dieser Partie war die Effizienz. Während die Flames ihre Abschlüsse zu wenig konsequent nutzten, verwerteten die Gastgeber fast jede nennenswerte Möglichkeit. Zur ersten Pause lagen die Gäste mit 1:4 zurück, nach zwei Dritteln 2:6, obwohl das Spielgeschehen auch im Mittelabschnitt ausgeglichen war. Im Schlussabschnitt zeigten die Flames nochmals Moral und verkürzten auf 3:6. Ein unglückliches Eigentor sowie ein später Treffer der Zürcher zum 8:3 besiegelten dann aber die klare Niederlage.
Tags darauf zeigten die Flames vor heimischem Publikum gegen die Rheintal Gators eine beeindruckende Reaktion. Sie wirkten frischer, entschlossener und waren über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Wie am Samstag taten sie sich aber schwer im Abschluss. Mehr als das 1:0 (11.) durch Cyrill Zimmermann schaute nicht heraus. Zur Spielmitte drehten dann die Gäste mit zwei schnellen Toren den Spielstand innert weniger Minuten – vom 0:1 zum 2:1. Doch die Flames blieben hartnäckig und fanden kurz vor der zweiten Pause durch Patrik Köpfli zurück in die Partie. Im Schlussdrittel lieferten sich beide Teams ein intensives Duell, ohne jedoch zum entscheidenden Treffer zu kommen. Das war auch in der Verlängerung so, weshalb das Penaltyschiessen über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Dort zeigte sich das bittere Muster des Wochenendes erneut: Die Flames vergaben alle ihre Versuche, während die Gäste dreimal trafen. Am Ende stand eine unglückliche 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen zu Buche.
Trotz der Frustration konnte das Team auch Positives aus diesem Spiel mitnehmen: Leidenschaft und Disziplin stimmten, ebenso war nach Rückschlägen eine klare Reaktion zu sehen. Die Effizienz im Abschluss bleibt aber weiterhin die grosse Baustelle der Flames, die in der Tabelle auf den letzten Play-off-Rang zurückgefallen sind.
Volleyball: Joner gehen gegen den Leader leer aus
Der TSV Jona unterlag am Samstag in der Nationalliga-A-Meisterschaft zu Hause Chênois Genf mit 1:3 (22:25, 21:25, 25:15, 16:25). Dabei hatte die Partie für das Heimteam so vielversprechend begonnen. Jona-Captain Ramon Caviezel eröffnete das Spiel gleich mit einem Servicewinner. Im Anschluss duellierten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe, wobei aber die Genfer in den Sätzen 1 und 2 jeweils das bessere Ende für sich behielten. Dafür gehörte der dritte Durchgang voll und ganz den Jonern. Vom 12:10 bis zum 20:12 machte das Heimteam den Unterschied und konnte nach Sätzen auf 1:2 verkürzen.
Allerdings vermochte Jona im vierten Satz das Niveau nicht zu halten. Trainer Antonio Bonelli nahm nach nur zwei gespielten Punkten bereits das erste Time-out, seine Mannschaft konnte aber den deutlichen 16:25-Satzgewinn der Genfer nicht verhindern.
Nach der zweiten Saisonniederlage im sechsten Match ist für die Joner (Rang 4) am kommenden Samstag beim Tabellensechsten Lausanne UC ein Sieg Pflicht, wollen sie weiterhin in der vorderen Tabellenhälfte bleiben. (bom)
TSV Jona Volleyball – Chênois Genf 1:3 (22:25, 21:25, 25:15, 16:25)
Grünfeld. – 200 Zuschauende. – SR: Becker/Nguyen. – Spieldauer: 96 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Lietzke (4 Punkte), Caviezel (11), Süess (9), Birchler (6), Lauener (3), Ulrich (22); Endl, Clement (1), Margot, Schwotzer, Frischmuth, Fuchs.
Chênois Genf: Del Valle (Libero); Kovacevic (6), Norris (23), Kurik (15), Djokic (12), Diverchy (3), Geneux (4); Dos Santos, Grandjean, Abazi, Douib.
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