Halbierungsinitiative
Wer den Aufwand der SRG für die Wetterprognosen im Schweizer Fernsehen beobachtet, wird zugeben müssen, dass da finanziell masslos übertrieben wird. Wer schon mal die Gelegenheit hatte, an einer Sendung im Fernsehen mitzuwirken, muss zugeben, dass alles zehn Schuhnummern zu gross aufgegleist ist. Ich habe es selber gesehen und erlebt. Zurück zum Wetter. Es gibt eine Schweizerische Meteorologische Zentralanstalt. Die machen zu 100 Prozent die gleichen Wettervorhersagen wie die Damen und Herren von SRF. Da wird also Doppelspurigkeit betrieben.
Wer zum Beispiel das ARD-Wetter schaut, stellt fest, dass der Nachrichtensprecher oder die Nachrichtensprecherin die Prognosen für die nächsten drei Tage so quasi nebenbei herunterliest und dazu werden drei Bilder gezeigt. Ich verstehe nicht, warum die Schweiz 14 Tage voraus Wetterprognosen erzählt bekommt, wo jeder weiss, dass diese nach zwei Tagen eh korrigiert werden müssen.
Die SRF sollen die Wetterinfos bei der Schweizerischen Meteorologischen Zentralanstalt jeweils für die nächste drei Tage einkaufen. Kann ja sein, dass die auch nicht stimmen, sind aber dafür extrem viel günstiger.
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Eine Diktatur beginnt immer…
Eine Diktatur beginnt immer mit der Abschaffung der freien Meinungsbildung. Nach der SRG werden weitere Quellen wie die NZZ oder der Tages-Anzeiger folgen. Am Ende werden wir nur noch TV-Blocher, Russia Today und die Weltwoche lesen, hören oder sehen können.
Nein zur Anti-SRG-Abstimmung! Denn wer in der Demokratie schläft, erwacht in der Diktatur.
Die Initianten fürchten …
Die Initianten fürchten "wahre News" nicht, möchten aber bei allen Themen umfassend informiert werden. Im heutigen Journalismus werden aber nicht konforme Denkweisen entweder verschwiegen oder niedergeschrien. Mit Sicherheit haben Journalisten Angst, die Stelle oder den Ruf zu verlieren, wenn sie allzu kontroverse Thesen aufgreifen. In einer echten Demokratie sowie bei echter Meinungsfreiheit soll aber alles gesagt werden dürfen, ohne dass man diffamiert wird. Welches die richtigen "Fakten" sind, darf nicht der Mainstream entscheiden.
Herr Hofer, Sie beschweren…
Herr Hofer, Sie beschweren sich wieder einmal, dass Querdenker und Verbreiter alternativer Fakten keinen Platz in der Qualitätspresse haben. Ausgerechnet Sie, der so prominent in der Szene der Gegner der Corona-Massnahmen wurde – und das nur, weil die Presse Ihre „Wahrheit” verbreitete. In der „Südostschweiz” beispielsweise konnten Sie Ihre unwissenschaftlichen Ansichten ungefähr fünfzig Mal verbreiten. So wurden Sie in der Szene bekannt, fast so prominent wie Rimoldi. Ihren Bekanntheitsgrad verdanken Sie somit der Presse.
Aber es gibt Grenzen beim Qualitätsjournalismus. Der Schwerpunkt soll die Verbreitung von „wahren News” sein und nicht die Verbreitung privater Ansichten, die weit von den Tatsachen entfernt sind.
Deshalb schrieb Ihnen die Redaktion der Südostschweiz am 7. Januar 2022, als Sie sich über die Berichterstattung der Zeitung beschwerten: „Unsere Berichterstattung beruht auf wissenschaftlichen Fakten.”
Am 5. Februar 2026 schrieben Sie selbst, die SRG habe die Publikation einer hofschen Stellungnahme verweigert, mit dem Hinweis, „Man würde Einzelmeinungen nicht gleich gewichten wie breit abgestützte wissenschaftliche Einschätzungen.”
Herr Zogg ist ein gutes…
Herr Zogg ist ein gutes Beispiel, wie Menschen ständig aneinander vorbeireden. Ich habe nicht über meine Leserbriefe geschrieben, sondern es geht mir um den redaktionellen Teil der Zeitungen und Fernsehsender. Auch der sogenannte "Qualitätsjournalismus" wird von Menschen gemacht. Journalistinnen, aber auch Politikerinnen oder Ärzte unterliegen einem starken Gruppendruck. Auch Psychologie ist eine Wissenschaft und Menschen haben (fast) immer Angst, unbequeme Meinungen öffentlich zu äussern. Dies ist im Journalismus fatal, denn die Medien hatten noch nie soviel Macht wie heute und können die öffentliche Meinung stark beeinflussen. Es gibt nicht nur eine Meinung und eine Wissenschaft, sondern oft sehr viele Ansichten, welche auch Achtung verdienen.
Es gibt viele Meinungen, und…
Es gibt viele Meinungen, und das respektiere ich. Nehmen wir zum Beispiel die Frage, welches das schönste Tal Graubündens ist: Die einen finden, es sei das Münstertal, andere sind überzeugt, es sei die Surselva. In Ordnung. Aber bezüglich der Wissenschaft teile ich die Meinung von Herrn Hofer nicht. Wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnt man durch Beobachtung, Analyse, Berechnung etc. und sie lassen sich beweisen. Erkenntnisse und reproduzieren. Nehmen wir das berühmte rechtwinklige Dreieck von Pythagoras. Sie können es drehen, wie Sie wollen, es bleibt immer a² + b² = c². Dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, ist wissenschaftlich bewiesen.
Für viele Menschen sind wissenschaftliche Beweise jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb sie einfachen und manchmal einfältigeren Erklärungen und Vereinfachungen nachrennen. Auch das ist psychologisch erklärbar.
Zugegeben, die Präsentation…
Zugegeben, die Präsentation der Wetterinformationen auf dem Dach ist mir auch zu showlastig. Es ginge bestimmt auch kürzer. Aber vielleicht gibt es ja Leute, denen diese Infotainment-Veranstaltung gefällt. Dafür sind sowohl die Radio- als auch die Fernsehsendungen mit Informationen einmalig gut. Es gibt viele Hintergründe, die von vielen Seiten ausgeleuchtet werden, und das sehr umfassend. Und genau diese Ausgewogenheit und Tiefe ist das Ziel der Initianten. Sie fürchten „wahre News” wie der Teufel das Weihwasser. Fakten sind eben stärker als Fake News.