Projekt Brambrüesch – im Faktencheck mit Peter Engler
Vollkommen ausgeblendet werden die Kosten und Finanzierbarkeit des Projekts. Der Bahnneubau in dieser Form passt ins Bild der Projekte des alten Stadtrats, der in absurden Grössenordnungen gedacht und kalkuliert hat; die Finanzen der Stadt Chur sprechen für sich.
Bei einer Investition von 30 Millionen Franken muss mit – vorsichtig gerechnet – jährlichen Abschreibungen von rund 900'000 Franken gerechnet werden, sprich eine Verdreifachung des bisherigen Betrages. In den Abstimmungsunterlagen wird der «best case» angenommen, eine quasi Verdoppelung der Eintritte vorausgesetzt. Ich frage mich, ob eine solche Steigerung der Frequenzen realistisch ist. Gleichzeitig werden die Betriebskosten steigen, die Stadt streicht den à-fonds-perdu-Betrag und wird diesen nicht mehr leisten. Ein Defizit wird dennoch die Stadt tragen müssen, um die Investition nicht zu gefährden.
Aus meiner Sicht ist das Projekt zu grossspurig angelegt und nicht finanzierbar, viele andere Projekte der Stadt können nicht umgesetzt werden. Daher gibt es nur eine Antwort: nein zur Vorlage; eine Redimensionierung ist notwendig.
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