Die Pensionskasse Graubünden baut ein Hotel in Chur
Ein Hotel ist, in baulicher Hinsicht, eines der teuersten Bauobjekte im privaten Bereich. Dies gilt auch für den späteren Unterhalt. Die infrastrukturellen Sicherheitseinrichtungen wie Brandmeldeanlagen, Löschanlagen verschlingen Unsummen. Hinzu kommen noch die für Gastrobetriebe speziellen Lüftungsanlagen. Einmal gebaut ist eine Umnutzung des Gebäudes praktisch nicht mehr möglich. Wer eine solche Anlage besitzt trägt eine grosse Verantwortung und ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Dies haben diverse Ereignisse in letzter Zeit aufgezeigt.
Nun schickt sich die Pensionskasse Graubünden an, ein solches Objekt zu realisieren. Der Grund dafür ist eine veranlasste Studie, welche das Vorhaben rechtfertigen soll. Ohne Studie ist bekannt, dass in Chur Wohnungsnot herrscht. Das Vorgehen der Pensionskasse ist für mich fraglich. Die Gelder der Versicherten für solche Zwecke einzusetzen ist für mich fraglich. Gemäss dem Gesetz über die Pensionkasse Graubünden Art.2, hat der Grosse Rat die Aufsicht über die Pensionskasse. Es wäre daher interessant zu wissen, was der Grosse Rat davon hält. Schiefgehen kann nichts. Die Kasse hat Staatsgarantie. Bereits in den zweitausender Jahren musste die Kasse gerettet werden. Auch die Gemeinden wurden damals massiv zur Kasse gebeten.
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Aufschlussreich finde ich…
Aufschlussreich finde ich die Begründung für das Hotel, an dieser Strassenlage seien (Erst-) Wohnungen zumindest im ersten und zweiten Stock oder Etage nicht zumutbar (weil zu nahe Strassenverkehr).
Richtige Feststellung (ich finde auch höhere Stockwerke nicht zumutbar empirisch verifiziert), die konsequenterweise bedeutet müsste, dass alle Wohnungen im betreffenden Bereich in GR oder CH in Hotelzimmer umfunktioniert werden oder umgekehrt der Verkehr gesundgeschrumpft wird, wobei Tempo 30 helfen, aber nicht ausreichen, würde.
Die PKGR sag also, wohnen an einer Verkehrsachse sei, zumindest für Erstwohnen, unzumutbar, und die Alltagspraxis gibt ihr recht:
Vergleichen Sie, wie viele Reiche und wie viele Arme an den Hauptverkehrsachsen wohnen. Die Immobilien-Preise an Strassen sind tiefer. Lärm und Abgase wirken wertvernichtend.
Konsumentenzeitschrift Saldo 3/2026 18. Februar) berichtet, dass Reifenabrieb (Giftstoffe aus Autoreifen) auch in Äpfeln und Birnen gefunden wurde. In Salat, Gemüse etc. ist es eh.
Über die Schädlichkeit der Abgas-Feinstaub-Partikel berichtete ich längst mit Quellenangeben.