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Leserbrief zum WEF

Lieber Mr Larry Fink

Ich habe grosse Furcht vor den (nicht mehr nur wirtschaftlichen, sondern zunehmend politischen) Inhalten Ihres WEF und den (kolossal negativen) Auswirkungen auf Davos (und mittlerweile die ganze Schweiz). Ich füge den überwiegend negativen Berichten nichts mehr bei, lieber stelle ich Ihnen – im Sinne «Dialog» – Fragen:
1. Finden Sie toll, dass von Ihnen geladene oder geduldete Staatsoberhäupter mit Schimpftiraden über unser Land und Regierungsleute herziehen?
2. WEF-Teilnehmer kaufen dank grenzenlosen Mitteln ganze Geschäfte leer. Gleichzeitig reklamiert das WEF die hohen Mieten. Ein Widerspruch?!
3. Was meinen Sie zu den Knebelverträgen, die Hauseigentümer ihren Mietern vorlegen?
4. Können Sie sich vorstellen, dass wegen dieser Situation die Qualität Davos’ zusehends schwindet und ein Imageverlust – mit allen Konsequenzen – droht?
5. Wie soll ein Touristen-/Familienort ohne ausreichend Menschen/Personal funktionieren?
6. Wie haben Sie es geschafft, dass sich die Davoser Regierung – wie ein WEF-Sprachrohr – zu allem Negativen beschwichtigend äussert und die politischen Parteien schweigen?
7. Ihr Herr Zwinggi meint, die WEF-Autoflotte sei zu 95 % nachhaltig. Ist das nicht Augenwischerei, wenn von insgesamt 40'000 Fahrzeugen die Rede ist, die meisten Benziner?
8. Stört sie nicht, dass die meisten Limousinen, alle Sattelschlepper, Lastwagen, Armeefahrzeuge, Helikopter und Flugzeuge Benzin verbrauchen?
9. Wieso haben Sie sich angeblich nicht für Betriebe eingesetzt, die wegen des WEF Nachteile hinnehmen mussten?
10. Wäre nicht eine gute Idee, eine WEF-Stelle einzurichten, wo sich finanziell benachteiligte Betriebe melden können, um entschädigt zu werden?
11. Finden Sie richtig, dass das WEF (mit Sitz nahe Genf) hierzulande keine nennenswerten Steuern zahlt?
12. Was sagen Sie zur Möglichkeit der Davoser, aus Gründen der Eigenverantwortung und aus Respekt Davos (als Familien-, Sport-, Forschungs- und Gesundheitsdestination) gegenüber, künftig auf die Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten zu verzichten?
13. Wäre nicht besser, deutlich kleiner zu werden?
14. Fänden Sie gut, wenn die Davoser Bevölkerung über die Existenz des WEF abstimmen könnte?
15. Diverse Personen, die Sie zum WEF eingeladen haben, standen im Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (sel.) – stört Sie das?

Zusammen mit der Davoser Bevölkerung und ihren «normalen» Gästen freue ich mich, lieber Mr. Larry Fink, von Ihnen zu lesen. Danke!

René A. Chalverat, Dietl

René A. Chalverat
10.02.26 - 11:53 Uhr
Leserbrief
Ort:
Dietlikon
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