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Brambrüesch ist unsere Arbeit und Churs Identität

Wir arbeiten auf Brambrüesch – Tag für Tag, bei Sonne, Nebel, Schnee und Regen. Wir betreiben die Bahnen, bewirten die Gäste, pflegen die Anlagen und halten den Berg am Laufen. Genau deshalb trifft uns die Nein-Kampagne persönlich.

Man kann nicht gegen dieses Projekt sein und gleichzeitig behaupten, man sei für Brambrüesch. Wer das Projekt ablehnt, entscheidet sich bewusst gegen eine zukunftsfähige Erschliessung unseres Hausbergs. Nach Jahren politischer Diskussionen fehlt nun schlicht die Zeit für weitere Verzögerungen. Die Zukunft von Brambrüesch braucht Verlässlichkeit, einfache Erreichbarkeit und Planungssicherheit – für Gäste, die Bevölkerung von Chur und uns Mitarbeitende.

Auf Grundlage der Volksabstimmung von 2019 wurde ein ausführungsreifes Projekt der Direktverbindung erarbeitet, welches ohne Stillstände umgesetzt werden kann. Wer von einem «anderen Projekt» spricht, blendet die Realität aus und ignoriert den Volkswillen. Eine Alternative existiert nicht und müsste erarbeitet, bewilligt und finanziert werden – das würde Jahre dauern. Ein isolierter Ersatz der oberen Sektion wäre mittelfristig deutlich teurer als die vorliegende Gesamtlösung. In beiden Fällen würde man einen Ausfall des gesamten Zubringers mit gravierenden Folgen in Kauf nehmen: wertvolles Know-how ginge verloren, Stammgäste würden abwandern und Umsätze in Millionenhöhe blieben aus

Immer wieder wird mit Kosten von 40 Millionen Franken argumentiert. Verschwiegen wird dabei, dass das vorgeprüfte und ausführungsreife Bahnprojekt bei CHF 33.7 Mio. liegt. Die Differenz betrifft das durch das Projekt freiwerdende Stadthallenareal inklusive Rückbau der Stadthalle – ein erheblicher Mehrwert für die Stadt Chur, der dem Bahnprojekt nicht angelastet werden darf. Diese Zahlen basieren auf fachlicher Beurteilung, nicht auf Wunschdenken.

Am meisten schmerzt uns jedoch, dass die Erfahrung der langjährigen Mitarbeitenden kaum Gehör findet. Wir kennen die Gäste, ihre Bedürfnisse und die Entwicklung des Bergs. Wenn über unsere Arbeitsplätze und die Zukunft von Brambrüesch entschieden wird, ohne dieses Wissen ernsthaft einzubeziehen, fühlen wir uns vor den Kopf gestossen.

Brambrüesch ist kein Zahlenspiel. Es ist unsere Existenz und ein Alleinstellungsmerkmal von Chur. Am 8. März 2026 geht es um dutzende Arbeitsplätze – um unsere Arbeitsplätze.

Wer Brambrüesch wirklich will, muss den Mut haben, mit einem Ja in die Zukunft zu investieren.

Günther Raffl
08.02.26 - 17:04 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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Günther Raffl, ich finde, Sie polarisieren egozentrisch. Der Sukkurs von "Patrick Bergbahnen Chur Dreibündenstein" akzentuiert die Eigen-PR noch.
Dass eine qualitativ funktionelle Seilbahn rund 40 Millionen CHF kosten soll inklusive einem Allerlei an Rattenschwanz daran, finde ich falsch, wenn ich technologisch und preislich nach China blicke, und vor allem angesichts der Wohnungsnot, insbesondere Gesundheitswohnungsnot – für die ich seit jeher Unterstützung anfordere, leider vergeblich – finde ich: Jeder Franken müsste ins ESSENTIAL MUSTHAVE Wohnen investiert werden, statt ins tertiäre Nicetohave Brambrüesch-Gastronomie, das man auch anders aufziehen könnte, und wo man die Wanderwege vor den Bikern schützen sollte. Haben Sie den "Mut" (statt uns zum "Mut" zum Geldausgeben aufzufordern), die Hausaufgaben zu machen, statt bloss solche Leserbriefe.
https://www.suedostschweiz.ch/graubuenden/wohnungsnot-in-graubuenden-we…
In der SO werden schon Immo-Hilferufe statt per Inserat per Zeitungsartikel für eine Einzelperson veröffentlicht, und Sie wollen 40 Millionen für ein Spassbähnli, wo man auch zu Fuss gehen könnte.