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Kommt Initiative gegen das WEF in Davos?

WEF-Co-Chef Larry Fink hat Davos am Ende des Jahrestreffens bei laufenden Kameras regelrecht abgewatscht. Er sieht das Weltwirtschaftsforum künftig in Detroit, Dublin, Jakarta oder… Fink will weg! Soll er! Davos braucht ohnehin dringend eine Neuorientierung und eine Rückbesinnung auf eigene Stärken. Fertig lustig mit Tischlein deck dich!

Davos muss nach 56 Jahren dringend durchatmen, den Kopf frei machen für kreative Zukunftsideen und neue Lösungen. Klar, ohne das WEF und seinen Weltfirmen wird das Geld nicht mehr vom Himmel fallen wie Schnee. Die Zeit der Profiteure – einheimische und fremde – scheint abzulaufen. Auf Mitleid werden die WEF-Gewinnler in Graubünden und der Schweiz nicht zählen dürfen. Zu unglaublich sind die Mietpreise: 30'000 bis über eine Million Franken sind für eine 4,5-Zi-Wohnung, Geschäfte oder grössere Anbauten an Hotels zu zahlen.
Dieser weltweit einzigartige Tanz ums goldene Kalb hat in diesem Jahr einen Höhepunkt erlebt und empört viele Davoserinnen und Davoser. Die Gier spaltet die Davoser Gesellschaft, die bringt die Bewohner von Mietshäusern und Nachbarn auseinander. Gut, dass jetzt vielleicht die Chance kommt, sich wieder zu finden und sich an christliche Werte zu erinnern.

Sollte das WEF die kleine Bergstadt nicht heute, morgen oder übermorgen verlassen wollen, dann bleibt der Bevölkerung immer noch der Weg über eine Volksinitiative «Ja oder Nein WEF». Eine solche soll bereits in Vorbereitung sein.

Davos ist gut beraten, nicht zu lamentieren, sondern eine neue Zukunft, ohne die gefährlichen Wirtschafsverzerrungen des WEF zu planen. Ein harter Weg steht bevor, aber der Wiederaufbau eines gesunden Tourismus und Kongressortes sowie die Ansiedelung von weiteren Forschungsstätten und Techfirmen ist zwingend... Wie viele junge Davoser sind nach dem Studium im Unterland zurückgekehrt? Wenig, sehr wenige. Mit tollen Jobmöglichkeiten und attraktiven Freizeitangeboten werden sie und andere Junge in die Alpenstadt zurückkehren. Aber, nur mit bezahlbarem Wohnraum.

Fürs WEF steigen Davoser und Fremdheimische sogar aus ihrem Bett

Professionelle Makler ködern immer mehr Davoserinnen und Davoser mit grossen Beträgen aus ihren Wohnungen. 25'000 Franken für eine 3 1/2 -Zimmer-Wohnung sind üblich. Auch für gemietete Ferienwohnungen, die der clevere Unterländer somit gratis nutzen kann. Wer hat noch die Übersicht über die Geschäftemacherei mit Ferienwohnungen? Das Steueramt? Auf der Strecke bleiben die Einheimischen.

Andy Mettler
03.02.26 - 10:09 Uhr
Leserbrief
Ort:
Davos Platz
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Die Lücke, die das WEF hinterlassen ürde, würde dieses voll und ganz ersetzen. Vor allem hat das WEF überhaupt keinen Grund zum Jammern wegen Abzocke. Die daran teilnehmenden Libertarier haben die den Davoser Gierhälsen jahrzehntelang zur Genüge vorgelebt.