Versöhnlicher Kollateral-Nutzen bei der Dekolonisierung Grönlands
Im geopolitischen Tauziehen um die Polarregion und Grönland der letzten Jahren ging es hauptsächlich um strategische Überlegungen von Großmächten und um die Ausbeutung von Rohstoff-Vorkommen - es ging, weder der dänischen Regierung, als postkoloniale „Schutzmacht“, noch der USA um die Förderung der Indigenen, Inuit-stämmigen Kultur selbst.
Die grotesken, aktuellen Vorgänge um Grönland zeigen nun einen von den grossen Interessens-Parteien kaum beabsichtigten, lang-ersehnten Effekt für das grönländische Volk - es darf von einem unbeabsichtigten, dekolonisierenden Kollateral-Effekt gesprochen werden.
Denn es wurde bei dieser Gelegenheit die ab den 1950er-Jahren koloniale und die, die letzten Jahrzehnte betreffende, postkoloniale Geschichte mit weitgehenden Autonomien und die anhaltende Diskriminierung der Inuit-stämmigen GrönländerInnen durch Dänemark thematisiert; dabei wurden für die Weltöffentlichkeit und selbst für Dänen heute schockierende, neue Details und Praktiken bekannt, die völkerrechtswidrig, einem Genozid nahe die Rücksichtslosigkeit der dänischen Regierungen offen legten. Es geht um Verschleppungen von Kindern, um Unterdrückung der grönländischen Inuit-Kultur bis hin zur Zwangssterilisierung von Grönländerinnen in den 1960er und 1970er-Jahren. Wir Schweizer fühlen uns unangenehm an einen vergleichbaren Umgang unserer Behörden mit den Jenischen und Sinti in unserem Land erinnert.
Somit hat die aktuelle US-Einflussnahme von Donald Trump auf Grönland - von diesem wohl kaum bezweckt - nun sogar einen erfreulichen, dekolonisierenden, menschlichen Nebeneffekt. Die dänische Regierung sah sich, wegen der Aufmerksamkeit um ihre beschämenden, kolonialen Praktiken, sowie den anhaltenden Diskriminierungen an der Inuit-stämmigen Bevölkerung gezwungen, unter massivem Druck diese aufzuarbeiten und die völkerrechtswidrigen Aktivitäten einzugestehen. Erst im September 2025 (!) fand die offizielle Entschuldigungsrede durch die dänische Ministerpräsidentin auf Grönland statt, welche neben dem symbolischen Akt auch konkrete Wiedergutmachungs-Massnahmen vorsieht. Erstmals ist eine eigentliche Förderung der Inuit-stämmigen Kultur auf Grönland durch Dänemark vorgesehen !
Dass die Dekolonisierung, zögerliche Aufarbeitung und erste Schritte der Versöhnung bei diversen, ehemaligen, europäischen Kolonialmächten erst unter massivem öffentlichen und politischen Druck stattfindet, muss uns und die westliche Welt mit Scham erfüllen.
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Was ist der PRAKTISCHE …
Was ist der PRAKTISCHE "Kollateral-Nutzen bei der Dekolonisierung Grönlands" und WER würde ihn zukünftig verteidigen, jetzt, wo es offenbar eh zu spät ist, und wenn nicht, sehe ich dennoch niemand Entscheidendes tun für Résistance gegen USA.
Beispiel Kanada, das auf der Speisekarte der USA steht und bereits unterwandert ist von USA (uralte Kernkompetenz).
Medienmeldung:
"Bericht enthüllt geheime Treffen mit kanadischer Separatistengruppe
Einem kürzlich veröffentlichten Bericht zufolge führt die Trump-Administration verdeckte Gespräche mit einer rechtsextremen kanadischen Separatistengruppe, die die Unabhängigkeit der Provinz Alberta anstrebt."
Zwar hat, auch am WEF Davos, Kanadas Premierminister Carney aufgerufen, die Staaten der Welt sollten zusammenstehen gegen die Bedrohung durch USA – tun sie es? Mein Weckruf seit langem, alle Länder sollten aus wirkungsloser UNO austreten und bei BRICS alias Heartland (Russland/China) sich verbünden – tun sie es? Empirisch verifiziert ist die Mehrheit der Menschheit seit jeher so, sie weigert sich standhaft, der Wahrheit ins Auge zu sehen, bis es zu spät ist.
Dass es bereits beim Genozid der USA gegen die Indianer eine "NATO" der USA gab, deren Mitgliedern es, nachdem sie als Helfershelfer (Trittleiter) nicht mehr benötigt wurden, eher noch dreckiger erging als den vormals von den USA "erklärten" Feinden – wen interessiert diese essenzielle Lektion der Historie heute, obwohl aktueller denn je?
Der besonders augenöffnende, ergreifende Westernromane "Treck der Tränen" von George McHart scheint leider vergriffen zu sein. Idealisten könnten Neudruck initiieren.
Lassen Sie Ihren Weckruf…
Lassen Sie Ihren Weckruf. Darauf hört zu Recht niemand. Die ebenfalls imperialistischen und totalitären Diktaturen China und Russland sind keine Alternative zu Trumpistan.
@Happy Hunter – Wer den…
@Happy Hunter – Wer den Unterschied USA (gesamte Historie samt kulminierender Gegenwart) und Heartland nicht zu erkennen vermag, sollte zum Optiker, nicht zum Zahnarzt.
Wenn das Volk lieber blind ist . . . Ausbaden wird es seine allfälligen Fehlentscheide.
Gruss von Galilei an die Kirchenschäfchen. Ächz.
@Reuss:...ääh, wenn schon…
@Reuss:...ääh, wenn schon Replik, dann bitte zum Thema. Politgangster, die Kältewellen abwarten, um im Nachbarland die zivile Energieversorgung zusammenzuschiessen, sind und bleiben unendschuldbare Nichtsnutze, deren Herrschaft ich mich nicht unterwerfen will. Sanktionen und Verteidigungsbereitschaft gegen die ist absolut gesehen das einzig Richtige.
Wie verblendet und verbohrt…
Wie verblendet und verbohrt muss jemand sein, der Russland und China ständig als Retter unserer Welt anpreist? Wer die Massenmorde ganzer Völker durch Russland und China ständig leugnet, scheint sich nur von dubiosen Quellen wie Russia Today zu ernähren. Dabei gäbe es so viele gute und glaubwürdige Geschichtsbücher. Dann würde diese Person endlich einsehen, dass Russland mitverantwortlich am Beginn des Zweiten Weltkrieges war – dank des Stalin-Hitler-Pakts.
Jäger/Zogg, repetieren ihre…
Jäger/Zogg, repetieren ihre Fehlanalysen nicht nur, sondern steigern sie.
Ebenso wie der hohe EU-Politiker und Premierminister Polens, Donald Tusk:
Schlagzeile 4.2.2026 - Polen-Premier sieht Russen-Geheimdienst hinter Epstein-Skandal
Fazit:
Für Blinde oder Böse sind Opfer an ALLEM Schuld.
I Love China https://www…
I Love China
https://www.infosperber.ch/politik/welt/chinas-rasantes-tempo-fordert-d…
Paul Schön, Wien am 30.01.2026 um 23:03 Uhr
China war der restlichen Welt einst viele Jahrhunderte voraus. Die furchtbare Zeit des Zusammenbruchs des Kaiserreichs durch Rückständigkeit und das Opium der Briten, die schleichende Amputation durch die Kolonialmächte, die Grausamkeiten der Japaner, der Bürgerkrieg, die langsame Erholung sind in der gewaltigen, an Umbrüchen unendlich reichen Geschichte der Chinesen eine Fußnote. China war Weltmacht und wird es wieder sein. Zum Glück haben wir es nicht mit einer imperialistischen Macht europäischer Prägung zu tun, die selber Zwerg nur mit fremden Mitteln ein Riese ist.
Harald Buchmann, Beijing am 30.01.2026 um 02:29 Uhr
Stimme vielem zu. Zur KI sei noch erwähnt, dass auch die angeblich noch führende KI in den USA so weiten Teilen von Chinesen entwickelt wird, halt einfach in den USA wohnhaften und angestellten Chinesen. Nicht nur, aber zu guten Teilen, wie ein berühmtes Foto des Meta-AI-Teams letztes Jahr zeigte.
Die Verpackung in «unterdrückte Minderheiten» und «die Partei schaut immer zu» finde ich irreführend. Gerade bezüglich Unterdrückung von Minderheiten ist man in Europa keineswegs gut informiert. Viele Leute glauben, es habe einen kulturellen Genozid gegeben, mit millionen Inhaftierten in Xinjiang. Das war eine Lüge. Während ein echter Genozid in Gaza vom Westen bewaffnet und finanziert wird.
Auch die Überwachung ist nicht qualitativ anders. Die Zensur ist etwas plumper als die Algorithmus-Manipulation in westlichen Social Media, aber wer glaubt im Westen lesen US Geheimdienste nicht überall mit, ist schlichtweg naiv.